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"Dear Class of 2020": Was die Obamas, Beyoncé und andere Stars jungen Menschen raten

Unter dem Aufmacher "Dear Class of 2020" richten sich die Obamas und andere Stars and die junge Generation und ermutigen sie.
Unter dem Aufmacher "Dear Class of 2020" richten sich die Obamas und andere Stars and die junge Generation und ermutigen sie.   -   Copyright  Charles Rex Arbogast/AP
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"Ihr steht mitten in einer globalen Krise, in einer Rassismus-Pandemie und in einer weltweiten Welle der Wut. Und ihr habt es trotzdem geschafft." Mit diesen Worten gratuliert Sängerin Beyoncé den US-amerikanischen Schulabsolventen. Wegen der Coronavirus-Pandemie konnten sie das Ende dieser persönlichen Epoche nicht feiern, doch kaum eine Generation hat je so prominente Redner und inspirierende Ansprachen erlebt - alles virtuell.

Beyoncé sprach unter anderem junge Mädchen an, erzählte von ihrer eigenen Erfahrung, ihrer Vergangenheit, in der sie sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen musste und Selbstvertrauen brauchte. Die von vielen zur "Queen B" berufenen Künstlerin appellierte an die junge Generation, sich nicht anzupassen, an eine Welt, die sie vorfindet, sondern auf eine persönliche Art und Weise herauszustehen und für positive Veränderungen zu sorgen.

Nach etwa 17 Stunden online hatten mehr als 12 Millionen Menschen Beyoncés Ansprache auf Instagram angesehen.

Auch Initiatoren, Michelle und Barack Obama, unterstrichen: "Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, gehen tiefer als das Virus". Die ehemalige First Lady sagte, hinsichtlich der Lage, in der das Land sich befinde, sei es nicht einfach, die richtigen Wort zu finden. Es sei völlig normal, sich momentan hilflos, ängstlich, verwirrt zu fühlen. "Ihr seid nicht alleine", versicherte Michelle Obama.

Eure Ideen sind wichtig. Eure Erfahrungen sind wichtig. Eure Vision von dem, was unsere Welt sein kann und sein sollte, ist wichtig. Eure Wut - auch sie ist wichtig.
Michelle Obama
Ex-First Lady

Es sei nie so einfach gewesen, sich zu informieren und gemeinsam zu bilden. Sie wisse, dass einige die Karriereleiter heraufstiegen, indem sie falsche Botschaften verbreiteten und für ihre Fehler verantwortlich machten. Das gehe für einige auf, auf längere Sicht aber werde man es bereuen. "Nutzt eure Stimme, um auf Dinge aufmerksam zu machen, die wirklich wichtig sind. (...) Für jeden da draußen, der sich unsichtbar fühlt: Wisst, dass eure Geschichte wichtig ist. Eure Ideen sind wichtig. Eure Erfahrungen sind wichtig. Eure Vision von dem, was unsere Welt sein kann und sein sollte, ist wichtig. Eure Wut - auch sie ist wichtig."

"Aber wenn sie (die Wut) alleine steht, wird sie nur anecken, zerstören und Chaos säen - innen und außen. Dr. King war wütend. Sojourner Truth war wütend. Lucretia Mott, Cesar Chávez, die Leute von Stonewall - sie alle waren wütend. Aber sie wurden auch von Mitgefühl getrieben, von Prinzipien - von Hoffnung. Und wenn ihr am gleichen Glauben festhaltet, der all diese Vorgänger vor euch zu einem echten, messbaren Fortschritt geführt hat, werdet ihr den Lauf der Geschichte verändern."

Barack Obama erinnerte die Absolventen daran, dass jetzt die Zeit sei, sich genau zu überlegen, was man vom Leben erwarte. Diese Art von Entscheidungen könnten schon unter normalen Umständen beängstigend wirken. "Amerika hat immer Fortschritte gemacht, weil junge Menschen es wagten zu hoffen. Eure Generation sorgt dafür, dass das auch auf unsere Gegenwart und unsere Zukunft zutrifft. Ich weiß, dass ihr es schafft - ich könnte nicht stolzer auf euch alle sein."

Lady Gaga erklärte, sie habe ihre Rede neu schreiben müssen, weil sich seit dem Mord an George Floyd viel verändert habe in den USA. Sie verglich Rassismus in den USA mit einem Wald, dessen Bäume tief mit rassistischen Wurzeln gepflanzt wurden, mit Ästen voller Vorurteilen und 'unterdrückenden' Blättern. Rassismus in den USA sei so real wie die Natur. Und er sei allgegenwärtig.

"Ihr seid die Samen der Zukunft", sagte die Pop-Ikone an die junge Generation gerichtet. Auch sie appellierte an junge Menschen, sich selbst treu zu sein, um die Welt zu verändern.

Neben den Obamas, Beyoncé und Lady Gaga, richteten auch Sängerin Alicia Keys, sowie ihre Kolleginnen Katy Perry und Taylor Swift ihre Glückwünsche und Lebensratschläge an die "Class of 2020".