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Warten auf Touristen

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Warten auf Touristen
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In Griechenland ist offiziell die Touristensaison losgegangen. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis appellierte an Reisende, nach Griechenland zu kommen. Doch noch tröpfelt der Touristenstrom nur.

Die Gäste, die da sind, freuen sich, die weltberühmten Bauten mit weniger Menschen teilen müssen. Fast allein auf der Akropolis war dieses Paar: Der Mann erzählt: ''Ιch komme aus der Schweiz. Ich bin zum ersten Mal hier. Mit meiner Freundin. Es gefällt uns sehr. Gleich am ersten Tag besichtigten wir die Akropolis. Sie war fast leer, das hat mich überrascht, aber für uns war das etwas Positives, etwas Außergewöhnliches, aber ich bin sicher, dass sie normalerweise voller Menschen ist." Und die Freundin meint: ''Hierher zu kommen war nicht ganz leicht, aber es hat sich gelohnt."

Viele Touristenorte sind noch leer, die Geschäfte geschlossen. Griechenland wirbt damit, die Coronakrise so gut gemeistert zu haben, vor allem im Vergleich zur Konkurrenz, nämlich Ländern wie Italien oder Spanien. Griechenland hofft, die Coronakrise könne dazuführen, dass so mancher, der eigentlich nach Italien fahren wollte, nun Griechenland wählt.

Doch warum kommt der Tourismus nicht so recht in Gang? Tourismusexperte Dimitris Vasileiou erklärt: ''Wir haben ein Problem, die Menschen haben Angst, wenn - sagen wir - ganz plötzlich wieder ein Lockdown käme. Dann sitzen sie womöglich auf einer Insel fest. Wirtschaftlich gesehen wäre das auch eine Katastrophe. Wenn eine der größeren Insel zum Beispiel dicht machen müsste. Bis sich da der Ruf der Insel wieder erholt hätte, ..."

Und Euronewsreporterin Fay Doulgkeri sagt: "Griechenland will Gas geben, doch ohne Touristen läuft auch die Tourismusindustrie nicht. Den Juni kann sich das Hotel- und Gastgewerbe schon ans Bein streichen, auch für Juli sieht ist düster aus. Die Branche setzt jetzt auf August, September und Oktober, wenn keine zweite Coronavirus-Welle kommt."