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Lockerungen für England: Kneipen öffnen ab 4. Juli

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Menschen in einer Kneipe
Menschen in einer Kneipe   -   Copyright  WILLIAM WEST/AFP or licensors
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Die Bevölkerung in England bekommt ihre Ausgehkultur zurück. Die britischen Kneipen - die Pubs - dürfen ab dem 4. Juli ebenso öffnen wie andere Gaststätten. Doch wer ein Lokal betritt, muss Name und Adresse angeben, damit betroffene Personen bei einem Ansteckungsfall ausfindig gemacht werden können.

Der britische Premierminister Boris Johnson betonte: "Man kann sagen, dass sich unser langer, landesweiter Winterschlaf beginnt, zum Ende zu neigen und dass das Leben auf unsere Straßen und in unsere Läden zurückkehrt. Die Betriebsamkeit beginnt zurückzukommen."

Der Mindestabstand zu Mitmenschen kann ab dem 4. Juli von zwei auf mindestens einen Meter verringert werden, das gilt laut Regierungsbeschluss vorerst nur für England, nicht aber für Nordirland, Schottland und Wales.

Chris Whitty, Gesundheitsberater der britischen Regierung, erläutert: "Wir alle müssen in jedem Land ein gangbares Gleichgewicht finden, denn wir müssen auf absehbare Zeit mit dem Virus leben und dafür einen Weg finden. Keine Entscheidung wird ohne Gefahren sein."

Abschottung in den Kreisen Gütersloh und Warendorf

In Deutschland gelten im Bundesland Nordrhein-Westfalen ortsweise wieder strengere Abschottungsregeln. Nach der massenhaften Ausbreitung des Coronavirus müssen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf Kneipen sowie Freizeiteinrichtungen wie Kinos vorerst für eine Woche geschlossen bleiben. Rund 7000 Beschäftigte des Fleischbetriebes Tönnies müssen zu Hause bleiben.

"Drei Kreis hat die Maßnahmen eingeleitet. Inwieweit das jetzt zu spät war, kann ja keiner feststellen. Auf jeden Fall war es wohl ein bisschen zu spät, sonst wäre es ja nicht so zu der Ausbreitung gekommen", findet eine Frau.

In mehreren europäischen Ländern setzen Behörden große Hoffnungen in elektronische Hilfe, um die Bevölkerung auf freiwilliger Basis in die Lage zu versetzen, möglicherweise infizierte Mitmenschen ausfindig zu machen und auf Abstand bleiben zu können. In Frankreich gaben sich über eine solche App bisher nur 14 Menschen als Risikoperson zu erkennen.