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Exotisches Strandgut: Schutzausrüstung verschärft das Plastikproblem

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Strand in Südengland
Strand in Südengland
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An der Südküste Englands gibt es Hinweise auf ein beispielloses Problem. Persönliche Schutzausrüstung ist der Oberbegriff.

Dahinter verbergen sich unter anderem Mund-Nasen-Schutz und Wegwerfhandschuhe. Besonders stark strapazierbare Einwegkunststoffe, die das Plastikproblem maritimer Ökosyteme verschärfen.

Umweltaktivistin Claire Potter setzt sich dagegen ein: "Plastik verschwindet nicht einfach. Es bleibt für 600 und mehr Jahre in der Umwelt. Wir finden es immer öfter im Meer vor Brighton. Ob Handschuhe, Masken oder Kittel."

Zum Strandabfall kommt - Schutzausrüstung

Abfall von Picknicks häuft sich sowieso am Strand von Brighton. Jetzt enthält er auch persönliche Schutzausrüstung. Dazu noch einmal Claire Potter: "Schutzausrüstung ist eine ganz neue Art von Einwegplastik, die noch im Januar praktisch gar nicht vorkam. Jetzt sehen wir, wie sie an die Strände gespült wird. Aber sie wird auch von Besuchern an den Stränden zurückgelassen. Wir dürfen nicht vergessen, auf unsere Natur zu achten, und wir dürfen die umweltschützenden Verhaltensweisen, die wir gelernt haben, nicht vergessen."

Ob zu Land oder zu Wasser: Für Strandgänger in Brighton sind die oft überlebenswichtigen Utensilien durch ihre hervorstechende Farbe kaum zu übersehen.

Aber auch Schwimmern kommt Schutzausrütung in die Quere. Wie Euronews-Reporter Luke Hanrahan im Selbstversuch bei einem Bad in Brighton erfahren konnte - oder musste: "Einen Plastikhandschuh habe ich schnell gefunden, hier vor der Südküste Englands. Nicht nur an der Küste von Brighton verzeichnen Umweltorganisationen mehr und mehr Funde von Schutzausrüstung, sondern landesweit."

Mehr Aktionen notwendig

Umweltaktivisten fordern mehr Engagement. Von Privatleuten und Organisationen, aber auch seitens der Regierung.

Phélim MacCafferty ist als Mitglied der Green Party Stadtrat von Brighton and Hove: "Wir sind mit Handschuhen, Schürzen, Gesichtsmasken und ähnlichem konfrontiert. Wir benötigen drastische Maßnahmen und müssen sicherstellen, dass Einwegkunststoffe nach Möglichkeit außen vor bleiben. Und wenn sie nicht aus dem Verkehr gezogen werden können, bedarf es klarer Wege, wie sie auf sorgfältige Weise entsorgt werden können."

Ein brandneues Problem und eine neue Herausforderung für eine Welt, die wöchentlich immer noch Millionen Tonnen von Plastik produziert.