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Rettungsschiff "Ocean Viking" wartet auf sicheren Hafen

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Rettungsschiff "Ocean Viking" wartet auf sicheren Hafen
Copyright  EBU / SOS Mediterranee/Flavio Gasperini
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Auf dem privaten Rettungsschiff "Ocean Viking" warten 180 aus Seenot gerettete Migranten auf das Einlaufen in einen Hafen in Italien oder Malta.

Nach Angaben der Betreiberorganisation SOS Méditerranée, habe man in beiden Ländern bereits fünf Mal erfolglos einen sicheren Hafen für die Geretteten angefordert. Die Stimmung an Bord sei zunehmend verzweifelt. Einige hätten bereits veruscht, über Bord springen zu springen, weil sie die Anspannung des Wartens nicht mehr aushielten, hieß es in einer Mittei­lung auf Twitter.

Die 180 Menschen aus 13 Nationen waren bei insgesamt vier verschiedenen Einsätzen am 25. und 30. Juni aus dem Mittelmeer gerettet worden.

Fast 7000 Menschen aus Nordafrika seit Jahresbeginn

Die "Ocean Viking" hatte wegen der Corona-Pandemie länger im Hafen im französischen Marseille gelegen. Das Schiff ist seit dem 22. Juni wieder im Einsatz.

Nach Angaben des italienischen Innenministers sind bis zum 1. Juli dieses Jahres bereits fast 7000 Menschen aus Nordafrika, insbesondere aus Libyen, über das Mittelmeer nach Italien gelangt.

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Trotzdem brechen immer wieder Migranten von Libyen und Tunesien in Richtung Europa auf. Italien und Malta nahmen in den vergangenen Wochen zwar trotzdem wieder Migranten von privaten Schiffen auf, doch die Länder zögern mit der Zuweisung von Häfen oft lange. Sie fordern von anderen EU-Staaten regelmäßig Zusagen über die Weiterverteilung der Ankömmlinge.