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Formel 1 startet in Spielberg durch: Hamilton peilt Schumacher-Rekord an

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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton beim Interview in der Steiermark
Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton beim Interview in der Steiermark   -   Copyright  Mark Sutton/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Mit abgespecktem Terminplan und einem Doppelrennen in Spielberg in der Steiermark startet die Formel 1 nach ihrer Corona-Zwangspause wieder durch.

Titelverteidiger Lewis Hamilton hat sich zwischenzeitlich für die BlackLivesMatter-Bewegung engagiert. Alle Piloten haben bereits abgemacht, vor dem Großen Preis von Österreich am Sonntag ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen. In welcher Form, ist noch offen. Diskutiert wird ein Kniefall unmittelbar vor dem Start, nach dem Vorbild des US-Footballspielers Colin Kaepernick.

"Das ist mir noch nie passiert"

Im Vordergrund stehen aber sportliche Gesichtspunkte. Und die Folgen der Corona-Pandemie, die sich auch auf die praktische Arbeit der Rennställe auswirken. Als zentralen Leitfaden für Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen hat der Formel-1-Weltverband FIA auf über 70 Seiten einen Verhaltenskatalog zusammengestellt.

Pilot Max Verstappen vom Team Aston Martin Red Bull brachte es wohl stellvertretend für viele Kollegen auf den Punkt: "Diese lange Pause war wahrscheinlich für alle Fahrer höchst merkwürdig. Das ist mir noch nie passiert. Wenigstens gibt es Simulatoren, und die haben die meisten in der Zwischenzeit auch genutzt."

Wird Vettel zur tragischen Figur?

Für Sebastian Vettel bedeutet Spielberg den Anfang vom Ende seiner Ferrari-Ära. Erst hier kam auch raus, dass die Scuderia dem Deutschen im Mai vor dessen Ausmusterung zum Saisonende noch nicht einmal ein Angebot unterbreitet hatte. Ein weiterer Tiefschlag für den viermaligen Weltmeister, der stallintern von Jungstar Charles Leclerc ausgebremst worden ist.

Allen Beteiligten ist klar, dass sie bedingt durch die Pandemie auf dünnem Eis unterwegs sind. Regelmäßige Tests auf das neuartige Coronavirus stehen auch in Österreich auf der Tagesordnung.

"Das Risiko fährt mit"

Pierre Gasly fährt für den italienischen Rennstall Scuderia Alpha Tauri: "Das Risiko fährt überall mit. Wir können nur versuchen, alles für alle so sicher wie möglich zu gestalten. Wir alle tragen jetzt Verantwortung."

Gasly lobte Hamilton dafür, sich innerhalb des Fahrerlagers zum Fürsprecher der BlackLivesMatter-Bewegung gemacht zu haben. Der 35 Jahre alte Brite geht in dieser etwas anderen Saison wieder als Favorit auf die Strecke. In einem Mercedes ganz in schwarz.

Bei optimalem Verlauf dieser Rennserie voller Unwägbarkeiten könnte Hamilton mit einer Titelverteidigung die Bestmarke des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher einstellen.