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Grégory Doucet: Aushängeschild der grünen Welle Frankreichs

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Der 46-Jährige ist seit zweieinhalb Wochen Bürgermeister der drittgrößten Stadt des Landes. Was dem Grünen-Politiker in Sachen Umweltpolitik in Lyon und in Europa vorschwebt.

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Zum Interview-Termin im euronews-Sendegebäude kam eines der neuen Aushängeschilder der französischen Grünen per Fahrrad. Seit gut zweieinhalb Wochen ist Grégory Doucet Bürgermeister der Stadt Lyon, auch in anderen Großstädten des Landes wie Bordeaux und Straßburg zogen Grüne ins Rathaus ein. Wie bewertet der grüne Bürgermeister von Lyon die Umweltpolitik der Europäischen Union?

„Sehr darauf achten, wie die Mittel eingesetzt werden"

„Wenn sich die europäischen Institutionen dafür einsetzen und Geld auf den Tisch legen, um hier eine Richtung vorzugeben, dann ist das schon richtig“, so Doucet. „Doch es liegt auch an uns, die umweltpolitischen Maßnahmen umzusetzen. Ich werde sehr darauf achten, wie die Mittel eingesetzt werden. Bei solchen Dingen haben große Ankündigungen nur einen Wert, wenn sie wirkungsvoll umgesetzt werden. Der Teufel liegt da im Detail. Wir werden sehr genau darauf achten, wo dieses Geld eingesetzt wird", sagt Doucet.

Mein Wunsch ist ein Netzwerk europäischer Städte.
Grégory Doucet
Bürgermeister von Lyon

Europaweit setzt der grüne Bürgermeister der drittgrößten Stadt Frankreichs auf die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen Ballungsräumen. Doucet: „Es gibt zwei wichtige Ebenen, um die Gesellschaft zu verändern. Zuerst ist da die kommunale Ebene und es gibt die europäische Ebene. Man muss im Europaparlament stark vertreten sein, und das ist bereits der Fall. Die Grünen sind dort stark vertreten. Und mein Wunsch ist ein Netzwerk europäischer Städte, die mit gutem Beispiel vorangehen, aber auch Einfluss auf die landes- und europaweiten Behörden haben, um aufzuzeigen, wie der Weg aussieht und was wir erreichen wollen.“

Die klima- und umweltpolitischen Herausforderungen in Chancen umwandeln, so hat die Europäische Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen die Zielsetzung genannt und liegt diesbezüglich mit dem neuen Liebling der französischen Grünen auf einer Wellenlänge.

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