Erdogan verkündet Erdgasfund im Schwarzen Meer

Präsident Erdogan am Freitag in Istanbul
Präsident Erdogan am Freitag in Istanbul Copyright AP/Turkish Presidency
Von Euronews
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Die Türkei ist bei ihrer Suche nach Rohstoffen im Schwarzen Meer auf Erdgasvorkommen gestoßen. Das hat Präsident Erdogan am Freitag in Istanbul verkündet.

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Seit Jahren sorgt die Suche nach Erdgas im östlichen Mittelmeer für Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland. Nun hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan von einem Erdgasfund im Schwarzen Meer berichtet.

Bei ihrer Suche nach fossilem Brennstoff ist die Türkei auf Erdgasvorkommen im Schwarzen Meer gestoßen. "Die Türkei hat die größte Erdgasentdeckung ihrer Geschichte im Schwarzen Meer gemacht", so Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Istanbul.

"Neue Ära" der Energieversorgung

Das Vorkommen umfasse rund 320 Milliarden Kubikmeter. Die Entdeckung sei vom Bohrschiff "Fatih" gemacht worden. Das Vorkommen solle das Land ab dem Jahr 2023 mit Gas versorgen.

Erdogan schickte nach der Verkündung eine deutliche Mahnung nach Brüssel: 

"Griechenland und all jene, die der Türkei ihr Recht streitig machen wollen, wissen, dass wir doch im Recht sind. Und wir werden ihnen nicht erlauben, sich einzumischen. Gerade die EU sollte realisieren, dass sie gegen ihre eigenen Prinzipien handelt, indem sie Griechenland gegen die Türkei anstachelt."  

Kritik aus Brüssel

Ankaras andauernde Suche nach Öl und Gas auch vor griechischen Inseln hat in Brüssel für Besorgnis gesorgt. Die EU sieht in einigen Fällen internationales Recht verletzt.

Am Mittwoch erst hatte Erdogan angekündigt, schon bald eine "gute Nachricht" verkünden zu wollen. Diese werde eine "neue Ära" der Energieversorgung einläuten. Die Türkei verzeichnet einen Mangel an Energiereserven. Um den Import mindern zu können, sucht das Land - auch im Mittelmeer - nach Gasvorkommen. Das hat für Streit mit Zypern und Griechenland gesorgt.

Erdogan verkündete den Erdgasfund auf Twitter:

Märkte reagieren irritiert

Das Schiff "Fathi" hatte in den vergangenen Wochen in Schwarzen Meer gezielt nach Vorkommen gesucht. Im westlichen Schwarzen Meer, in der Region Tuna-1, wurde die Besatzung des Bohrschiffs fündig.

Die Börse reagierte umgehend auf die Meldung, die Lira gab nach, so dass die vorherigen Gewinne vollständig verloren gingen. Experten zufolge reagierten die Märkte enttäuscht, da eine erheblich größere Menge erwartet worden war.

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