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Bürger Montenegros wählen neues Parlament

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Bürger Montenegros wählen neues Parlament
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In Montenegro hat am Sonntagmorgen die Parlamentswahl begonnen. Rund 540 000 Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gewählt werden 81 Abgeordnete. Der Urnengang entscheidet darüber, ob sich Präsident Milo Djukanovic weiterhin auf eine parlamentarischen Mehrheit stützen kann. Seit fast 30 Jahren bestimmt er in unterschiedlichen Funktionen die Geschicke der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

Die Opposition tritt in drei unterschiedlichen Wahlbündnissen an, deren Positionen stark voneinander abweichen. Einig sind sie sich lediglich in der Ablehnung von Djukanovic, dem sie Korruption, Verstrickungen ins organisierte Verbrechen und autoritäre Tendenzen vorwerfen.

In vielen Grundsatzfragen wie etwa der Eigenstaatlichkeit und dem Verhältnis zum Westen zeigt sich die Bevölkerung gespalten. Zuletzt heizte Djukanovic die Spannungen an, als er Ende des Vorjahres ein Gesetz beschließen ließ, das der aus Belgrad gesteuerten Serbisch-Orthodoxen Kirche mit der Enteignung ihrer Besitztümer droht. Das Gesetz zog Massenprotesten nach sich, die erst infolge der Corona-Pandemie im Frühjahr abebbten.

In jüngsten Umfragen lag Djukanovics sozialistische Regierungspartei DPS mit 35 Prozent in Führung. Mit ersten Prognosen wird im Laufe des Abends gerrechnet.