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Wahl in Montenegro: Herbe Verluste für Präsident Djukanovic

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Wahl in Montenegro: Herbe Verluste für Präsident Djukanovic
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Bei der Parlamentswahl in Montenegro zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.

Prognosen zufolge kommt die regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) von Präsident Milo Djukanovic auf 34,8 Prozent der Stimmen und 29 Mandate. Das Oppositionsbündnis um die pro-russische Demokratische Front (DF) erreicht 32,7 Prozent und somit 28 Mandate. Demnach würde den Sozialisten nur noch ein Mandat mehr zustehen, als dem Wahlbündnis um Zdravko Krivokapić. Das Bündnis "Frieden ist unsere Nation" kommt auf 12,5 Prozent der Stimmen.

Vorwurf der Korruption

Djukanovic hat seit fast 30 Jahren immer wieder das Amt des Staats- oder das des Ministerpräsidenten von Montenegro inne.

Kritiker werfen ihm Korruption, Wahlmanipulation und die Verfolgung unabhängiger Medien vor. In seiner Ära gab es bei keiner Parlaments- oder Präsidentenwahl einen demokratischen Machtwechsel.

Verluste für Djukanovic

Bei der letzten Wahl vor vier Jahren war die DPS noch auf 41 Prozent der Stimmen und 36 von 81 Parlamentsmandaten gekommen. Laut den Prognosen würde sie diesmal zusammen mit kleineren Koalitionspartnern und Minderheitenvertretern keine absolute Mehrheit mehr haben - 41 Mandate reichen hierfür aus.

Auf eine solche würde hingegen das Bündnis um die DF zusammen mit zwei anderen, pro-westlichen Oppositionsallianzen kommen. Es ist aber fraglich, ob sich die drei Parteienblöcke auf eine gemeinsame Regierung einigen können.