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Libanon: Macron will unterstützen und fordert unverzichtbare Reformen

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Libanon: Macron will unterstützen und fordert unverzichtbare Reformen
Copyright  GONZALO FUENTES/AFP
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Rund vier Wochen nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut in den Libanon gereist.

Bei seinem Treffen mit Präsident Michel Aoun drängte Macron auf die Bildung einer neuen Regierung. Das bisherige Kabinett war wenige Tage nach der Explosion zurückgetreten.

Der bisherige libanesische Botschafter in Deutschland, Mustafa Adib, hatte am Montag den Auftrag erhalten, eine neue Regierung zu bilden. Er war in Rekordzeit zum neuen Ministerpräsidenten des Libanon erklärt worden.

Es geht jetzt darum, sicherzustellen, dass es eine Regierung mit einer Mission ist
Emmanuel Macron, Frankreichs Präsident

Emmanuel Macron betonte, dass wichtige Reformen unverzichtbar für das Land seien: "Jetzt geht es darum, sicherzustellen, dass es eine Regierung mit einer Mission ist, die so schnell wie möglich gebildet wird, um die nötigen Reformen im Sinne der Libanesinnen und Libanesen umzusetzen."

Sollten die Reformen bald durchgeführt werden, hätte der Libanon die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und vor allem Frankreichs sicher, so Macron. Als frühere Kolonialmacht hat Frankreich noch immer enge Beziehungen zum Libanon.

Im Anschluss traf Macron den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri.

Das Land erlebt derzeit seine schwerste Wirtschaftskrise seit dem Ende des Bürgerkriegs 1990, die durch die Corona-Pandemie und die Explosion am 4. August weiter verschärft wurde. Bei der Detonation wurde ein ganzes Hafenviertel zerstört. Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben, mehr als 6.000 wurden verletzt.

Am Dienstag nimmt Macron an der Feier zum 100. Jahrestag der Ausrufung des Großlibanons teil. Außerdem will er sich im Hafen erneut ein Bild von der Lage machen und sich mit führenden Politikern treffen.