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Beirut: Regierung wusste von Explosionsgefahr

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Zerstörungen durch die Explosionen in Beirut
Zerstörungen durch die Explosionen in Beirut   -   Copyright  Felipe Dana/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Die libanesische Regierung ist zuletzt im Juli vor einer möglichen Explosion im Hafen von Beirut gewarnt worden.

Dabei wurden laut der Nachrichtenagentur Reuters auch ausdrücklich die 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat erwähnt, die bei der Katastrophe vor einer Woche in die Luft geflogen waren. Die Zahl der Todesopfer wird mit mindestens 165 angegeben. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf 6.000.

Vor Ort geht die Suche nach Vermissten mit internationaler Beteiligung weiter. Die rund 50 Helfer des deutschen THW sind bereits abgereist. Im Einsatz sind rund 800 Rettungs- und Bergungskräfte aus 20 Nationen.

Die italienische Feuerwehr entsandte unter anderem ein Team von Spezialisten für chemische und biologische Unfälle, das von Stefania Fiore geleitet wird: "Die giftigen Gase breiten sich nicht mehr so stark aus. Es ist jetzt möglich, Hot Spots zu finden, an denen bestimmte Chemikalien im Hafengebiet gelagert wurden, und die libanesischen Behörden sowie die anderen internationalen und nationalen Such- und Rettungsteams zu unterstützen, um sicherzustellen, dass sie in einer sicheren Umgebung arbeiten, und ihnen das Tragen von Schutzausrüstung zu empfehlen."

Brot für Beirut

In den Hafengewässern leitet die libanesische Marine die Suche. Sie will nach eigenen Angaben alle rund 20 Vermissten ausfindig machen, weil sich verzweifelte Angehörige Aufklärung über deren Schicksal erhoffen.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen veranlasste die Lieferung von 17.000 Kubikmetern Weizen. Damit soll die Versorgung mit Brot in der Hauptstadt für zwei Wochen sichergestellt werden. Im Hafen war auch ein riesiges Silo mit Getreidevorräten dem Erdboden gleichgemacht worden.