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Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: 2000 Beweismittel sichergestellt

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Archivbild   -   Copyright  Martin Meissner/ Associated Press
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Die Ermittlungen im Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach ziehen immer weitere Kreise. Am Dienstag hatte es eine großangelegte Polizeirazzia im gesamten Bundesgebiet gegeben, bei der über 2000 Beweismittel - vor allem Datenträger - sichergestellt wurden. Diese müssen nun ausgewertet werden - ein langwieriges Unterfangen, das sich über Monate hinziehen dürfte.

Bei dem Polizeieinsatz am Dienstag waren mehr als 100 Polizisten in 12 Bundesländern unterwegs, die meisten davon in Bayern. Verhaftet wurde niemand. Gegen 50 Personen wird wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Tatverdächtigen selbst in Fälle des Kindesmissbrauchs verwickelt gewesen sind.

Spuren im Missbrauchskomplex führen in alle Bundesländer

Die Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hatten bis Ende August bereits zu Spuren in sämtlichen deutschen Bundesländern geführt. Mit Stand 27. August wurde alleine in NRW gegen 84 Beschuldigte ermittelt, zehn Menschen waren bereits angeklagt, einer in Haft, acht in Untersuchungshaft.

Ende Juni hatte Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach mitgeteilt, dass die Ermittler im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach auf Spuren gestoßen seien, die zu potenziell mehr als 30.000 Verdächtigen führen könnten. Es gehe dabei nicht nur um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie, sondern auch um schweren Kindesmissbrauch.