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Covid-19: Fast 10.000 Neuinfektionen in Frankreich

In einem Krankenhaus in Marseille
In einem Krankenhaus in Marseille   -   Copyright  Daniel Cole/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden an diesem Donnerstagabend 9 843 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Auch die Zahl der PatientInnen, die wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt werden hat sich erhöht - auf jetzt 5 096. Mehr als 600 davon werden derzeit auf Intensivstationen behandelt.

Als besonders besorgniserregend gilt die Lage in den Krankenhäusern in Marseille. Lionel Velly, von der Uniklinik La Timone meint im Interview mit France Info, es würde Verstärkung gebraucht. Die Situation sei den Sommer über stabil gewesen, aber Ende August habe es einen exponentiellen Anstieg der schweren Fälle bei älteren Patienten gegeben.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats Jean-François Delfraissy startete einen Aufruf. Er erklärte auf RTL, besonders Menschen, die über 60 Jahre alt sind, sollten sich weiterhin vor dem Coronavirus schützen. Und junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren sollten darauf achten, SARS-CoV-2 möglichst nicht zu verbreiten.

Weil er in Kontakt mit dem infizierten Direktor der Tour de France war, befindet sich auch Premierminister Jean Castex derzeit in Isolation.

An diesem Freitag sollten neue Corona-Regeln angekündigt werden. Es wurde auch damit gerechnet, dass die Zeit der häuslichen Quarantäne verkürzt wird. Derzeit werden in Frankreich weit mehr Coronavirus-Tests durchgeführt als im Frühjahr - nämlich etwa eine Million pro Woche. Allerdings müssen die Menschen vielerorts lange Wartezeiten hinnehmen.

Testen lassen wollen sich auch Leute, die zum Beispiel nach Deutschland reisen wollen und aus einer als Risikogebiet eingestuften Region wie Paris und jetzt auch Bordeaux oder Lyon kommen.