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Pralle Reben, leere Gläser: Italiens Weinexporte straucheln

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Weinlese mit Maske
Weinlese mit Maske   -   Copyright  AP
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Für Italiens Winzer schlägt die Stunde der Wahrheit. Die Weinernte hat begonnen, wegen Corona mit besonderen Schutzmaßnahmen in den Weinbergen, was die Arbeit der Erntehelfer nicht gerade einfacher macht.

"Auch draußen müssen wir Mindestabstand wahren und Masken tragen. Das wäre eigentlich nicht nötig, außer bei der Mittagspause oder wenn wir morgens kommen", sagt Antonia Palma, die auf dem Weingut "Casal Del Giglio" reife Reben pflückt.

Rückgang von 4 %

Die Branche war als eine der ersten vom Corona-Lockdown betroffen und rechnet 2020 global mit einem Rückgang beim Verkauf italienischer Weine von 4 % . Erstmals seit 30 Jahren sinken die Weinexporte.

Laut Agrarverband Coldiretti wiegt Italiens Weinindustrie 11 Milliarden Euro pro Jahr und bietet 1,3 Millionen Menschen Arbeit.

Das sei schwer erst mal zu schlucken gewesen, meint Weingutsbesitzer Antonio Santarelli (Casale Del Giglio). "Es war ein schrecklicher Moment für uns alle, als der Verkauf einbrach. Glücklicherweise kommen die Dinge langsam wieder in Schwung. Es ist eine langsame Erholung, weil die Restaurants und Weinhandlungen, die unsere Hauptkunden sind, nur allmählich wieder öffnen."

Ebenfalls betroffen ist die Prosecco-Weinernte. Eigentlich ein Exportschlager. Doch viele Winzer sind auf ihren Flaschen sitzen geblieben und müssen nun die Preise senken, um ihren Sprudelwein abzusetzen.