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Aserbaidschans Präsident und Armeniens Regierungschef im Euronews-Interview

Aserbaidschans Präsident Aliyev und Armeniens Regierungschef Paschinjan.
Aserbaidschans Präsident Aliyev und Armeniens Regierungschef Paschinjan. Copyright Euronews
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Von Euronews
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Wir haben mit Armeniens Regierungschef und Aserbaidschans Präsident exklusiv über den Konflikt in Berg-Karabach gesprochen. Eine einseitige Waffenruhe könne es nicht geben, so Aserbaidschans Präsident Aliyev. Gewalt sei keine Lösung, sagte Armeniens Regierungschef Paschinjan.

"Es kann keine einseitige Waffenruhe geben"

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Armenien und Aserbaidschan bleiben auf Konfrontationskurs. Der Konflikt um Berg-Karabach ist so heftig eskaliert wie seit Jahren nicht mehr. Eine Waffenruhe scheint im Moment unwahrscheinlich. Gegenüber Euronews haben Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev und Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan nun ihre jeweilige Position erläutert.

Aliyev sagte uns: "Es kann keine einseitige Waffenruhe geben. Das muss eine beidseitige Entscheidung sein. Und es muss vor Ort umgesetzt werden. Wie Sie wissen, hat Armenien uns am 27. September angegriffen. Sie haben unsere militärischen Stellungen attackiert, unsere Infrastruktur beschädigt und Zivilisten angegriffen. Bisher sind mindestens 30 Zivilisten als Folge der armenischen Angriffe ums Leben gekommen, wobei sie auch ihre ballistischen Raketen und Streumunition einsetzen. Wir wurden bereits viele Male angegriffen. In den vergangenen drei Monaten gab es drei Angriffe auf Aserbaidschan."

"Wir wollen die Armenier vor einem weiteren Völkermord schützen"

Armeniens Regierungschef Paschinjan weist die Vorwürfe zurück. Er wirft Aserbaidschan ethnische Säuberungen in Berg-Karabach vor.

"In den Medien und in der internationalen Gemeinschaft gibt es genügend Informationen darüber, dass Armenien und Karabach diesen Krieg aus dem einfachen Grund nicht haben beginnen können, da es dort für uns militärisch nichts zu erreichen gibt. Unsere Aufgabe ist politischer Natur. Das einzige, was wir wollen, ist es, die Armenier vor einem weiteren Völkermord zu schützen. Es ist Selbstverteidigung. Unsere Position war und bleibt, dass das Problem Berg-Karabach nicht mit Gewalt gelöst werden kann. Keine Lösung kann durch Gewalt erreicht werden. Der Plan Aserbaidschans ist es aber, die Frage gewaltsam zu lösen."

Die Interviews mit Ilham Alijew und Nikol Paschinjan sehen Sie in voller Länge ab Donnerstag in einer Sondersendung auf Euronews.

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