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US-Wahlkampf: Wie die Fliege Mike Pence und Kamala Harris die Show stahl

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Eine Fliege stiehlt Mike Pence die Show, Salt Lake City, Utah, USA,7.10.2020
Eine Fliege stiehlt Mike Pence die Show, Salt Lake City, Utah, USA,7.10.2020   -   Copyright  Justin Sullivan/Pool via AP
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Es war eine Fliege, die den Vize-Präsidentschaftskandidaten in den USA bei ihrer ersten Debatte die Show stahl. Und zwar eine, die mehr als zwei Minuten auf dem Kopf von Mike Pence niederließ.

In der Diskussion um Rassismus im Justizsystem ging die Fliege unter - nicht aber auf den Sozialen Netzwerken. Dort war das Insekt Gesprächsthema Nummer Eins.

Rachel Maddow von MSNBC twitterte: "Sie ist nicht auf Ihrem Fernsehbildschirm, sie ist auf seinem Kopf."

Thriller-Autor Stephen King kommentierte: "HERR DER FLIEGEN, mit Mike Pence! Bald auf einem Streaming-Dienst in Ihrer Nähe."

Einige scherzten, dass die Fliege wohl im Haarspray kleben geblieben sei.

Pence schien die Ankunft der Fliege nicht zu bemerken. Trotz seiner Bewegungen beim Sprechen, der Beleuchtung und diversen Plexiglasscheiben zum Corona-Schutz verharrte sie ungerührt auf dem Kopf des Vize-Präsidenten.

Auch den Demokraten entging die Fliege nicht. Allen voran Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Er postete auf Twitter ein Bild von sich mit einer orangefarbenen Fliegenklatsche - und schrieb dazu: "Werfen Sie 5 Dollar rein und lassen sie diese Kampagne fliegen", ein Wortspiel, da im Englischen das Wort für Insekt und Verb gleich lauten. Der Link im Tweet führt zur Wahlkampf-Spendenseite der Demokraten.

Nur wenig später twitterte Biden einen Link, der auf die Webseite iwillvote.com weiterleitete. Dort erfahren die klickenden Twitter-User, wie und wo man sich für die Präsidentschaftswahl am 3. November registrieren kann und wo sich die Wahllokale befinden.

Inzwischen ist das Wahlkampf-Team Joe Bidens noch einen Schritt weiter gegangen. Es wirbt damit, eine Fliegenklatsche zu erwerben, die "Fliegen und Lügen wegschlägt". Der Link führt zum "Joe Biden-Store". Für 10 Dollar ist die Fliegenklatsche dort zu haben, inzwischen ist diese schon ausverkauft.

Schon einmal hatte eine Fliege eine Präsidentschaftsdebatte aufgelockert und den eigentlichen Kandidaten die Show gestohlen. 2016 landete eine Fliege zwischen den Augen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und US-Präsidenten Donald Trump.

Unvergessen dagegen ist dagegen die Reaktion von Barack Obama, als während der Aufzeichnung eines Fernsehinterviews im Jahr 2009 eine Fliege herumschwirrte. Obama hielt inne und redete auf die Fliege ein. Als Interviewer John Harwood kommentierte: "Das ist die hartnäckigste Fliege, die ich je gesehen habe", schnappte Obama die Fliege kurzerhand mit einer gekonnten Bewegung aus der Luft.