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Appell der WHO: Weiterkämpfen gegen Covid-19 - Herdenimmunität taugt nichts

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Appell der WHO: Weiterkämpfen gegen Covid-19 - Herdenimmunität taugt nichts
Copyright  Salvatore Di Nolfi/AP
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Lockdown-müde sind viele, vor allem jüngere Leute, die selten schwer vom Corona-Virus betroffen sind. Warum die zweite Covid-19-Welle nicht einfach durch Europa laufen lassen, bis die meisten immun sind?

Die Weltgesundheitsorganisation hält nichts von dieser Idee der sogenannten Herdenimmunität. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus:

"Noch nie in der Geschichte der Gesundheitspolitik wurde die Herdenimmunität als Reaktion auf einen Ausbruch eingesetzt. Ganz zu schweigen von einer Pandemie. Das ist wissenschaftlich und ethisch problematisch."

FRANKREICH

Frankreich hält fest an seiner Politik fest, ältere und anfällige Menschen zu schützen.

Ministerpräsdient Jean Castex forderte die Menschen auf, sich weniger mit anderen zu treffen, auch zu Hause nicht. Der jüngste Anstieg der Neuinfektionen im Land habe das Krankenhaussystem zunehmend belastet. Zwei weitere Städte, Toulouse und Montpellier, sind in höchster Alarmbereitschaft – macht insgesamt neun.

RUSSLAND

Für Moskau könnte die Woche im Kampf gegen das Virus entscheidend sein, so der Bürgermeister. Russlands Coronavirus-Infektionen haben innerhalb von 24 Stunden einen neuen Rekord erreicht. Die Behörden meldeten über 13.000 neue bestätigte Fälle mit dem höchsten täglichen Anstieg seit Beginn der Pandemie.

Anna Safari, Lehrerin:

"Maßnahmen werden ergriffen, die sind sehr ernst. Wie Sie sehen, laufen wir alle mit Masken herum. Außerdem arbeite ich als Lehrer auf Distanz, wir machen nur Telearbeit."

Ein in Russland hergestellter Impfstoff soll in den kommenden Monaten für Massen-Auslieferungen bereit sein, bekräftigen die Behörden.

TSCHECHISCHE REPUBLIK

In der Tschechische Republik wurden alle Schulen, Bars und Restaurants bis zum 3. November geschlossen.

In dem Land, ursprünglich eines der erfolgreichsten bei der Eindämmung der Pandemie, wurden in den letzten zwei Wochen fast 500 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet, eine höhere Quote als in Belgien und Spanien.

GROSSBRITANNIEN

Mit einem dreistufigen Alarmsystem will der britische Premierminister Boris Johnson die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten, so Johnson. Einen Lockdown wie im Frühjahr will er um jeden Preis verhindern - Schulen, Universitäten und Geschäfte sollen diesmal geöffnet bleiben.

DEUTSCHLAND

In Deutschland entwickeln sich die Fernsehübertragungen des kommenden Bundesliga-Spieltags wegen der zunehmenden Zahl der Corona-Risikogebiete im Land zu einer Herausforderung, berichten Medien («Kicker»). Menschen aus Risikogebieten dürfen gemäß dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht zum Arbeiten in die Stadien - auch viele Mitarbeiter der TV-Sender wie Kameraleute, Reporter und Techniker.

su mit dpa