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Kulturhauptstadt trotz Krise: Galway will nicht aufgeben

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Kulturhauptstadt trotz Krise: Galway will nicht aufgeben
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Für den Iren Fergal Hynes und sein "Druid Theatre" hätte 2020 ein Jahr der Superlative werden sollen - schließlich ist das irische Galway Europäische Kulturhauptstadt gemeinsam mit dem kroatischen Rijeka.

Doch wegen Corona kam alles. Der Theatermann will nicht so einfach aufgeben. "Natürlich hat sich das auf alles ausgewirkt, was wir tun. Wir haben versucht, so positiv wie möglich darauf zu reagieren. Wir glauben mit aller Leidenschaft daran, dass Menschen das Recht auf erstklassiges Theater in ihrer Stadt haben. Das versuchen wir ihnen, wo immer möglich, weiterhin zu geben. Unser Finanzierungsmodell hat sich verändert, aber wir werden uns anpassen, um sicherzustellen, dass wir die zuvor eingegangenen Verpflichtungen einhalten können."

18 Millionen Euro

18 Millionen Euro wurden in das Kulturhauptstadtjahr investiert. Die Organisatoren sagen, dass sie improvisieren und den Veranstaltungskalender drastisch zusammenstreichen mussten. Dennoch sei das im Kern Programm gerettet worden.

Marilyn Gaughan-Reddan, Programmleiterin Galway 2020: "Wir stehen zu dem, was wir versprachen, als wir 2016 den Zuschlag erhielten. Wir arbeiten mit allen lokalen Kulturpartnern zusammen, um das Programm zu liefern, mit dem wir uns beworben haben. Das entspricht 70 Prozent des ursprünglichen Programms. Dazu haben wir uns 2016 verpflichtet, und genau das liefern wir jetzt."

Was noch übrig ist bis März 2021

Etwa 150 Projekte mit mehr als 2000 Veranstaltungen zu den Themen Sprache, Landschaft und Migration waren geplant. Vieles musste abgesagt werden, was noch übrig ist, soll bis März 2021 stattfinden.

Dennoch ein herber Verlust. Die Stadt an der irischen Westküste hatte mit vielen Besuchern gerechnet.

Handelskammerchef Kenny Deery gibt sich kämpferisch. "Alle Standorte in Irland und weltweit müssen kämpfen, um sich einen Namen zu machen, um die Verluste aus diesem Jahr und die Verluste, die im kommenden Jahr anfallen werden, auszugleichen.

Wir werden wohl so lange in der Warteschleife verharren, bis ein Impfstoff gefunden ist. Halten werden sich die Standorte, die ihre Unternehmen, ihre kreativen Kräfte, ihre Industrie unterstützen, damit während dieser Zeit des Wartens auf den Impfstoff Stabilität herrscht. Diejenigen Standorte, die investieren, expandieren und dafür sorgen, dass die Menschen geschützt sind, werden schneller wieder auf die Beine kommen."

Der Stadt Galway sind seit März wegen der Covid-19-Einschränkungen knapp 1 Milliarde Euro an Einnahmen verloren gegangen. Trotzdem zeigt Galway eine neue Entschlossenheit, diese Verluste in den nächsten drei bis fünf Jahren wieder hereinzuholen.