Eilmeldung
This content is not available in your region

Razzien in Frankreich - Minister spricht von "Fatwa" gegen Lehrer

Vor der Schule in Conflans-St-Honorine
Vor der Schule in Conflans-St-Honorine   -   Copyright  Michel Euler/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

An diesem Montag hat Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin erklärt, dass es offensichtlich eine "Fatwa" gegen den bei Paris enthaupteten Lehrer gegeben habe. Französische Medien - wie Le Parisien - merken an, dass es sich bei der Äußerung im Radiosender Europe 1 eher um eine persönliche Meinung als um Ermittlungsergebnisse handelt.

Die "Fatwa" ist eigentlich ein von einem Mufti ausgesprochenes Rechtsgutachten, das beurteilt, ob eine Handlung dem islamischen Recht entspricht. Der Begriff wird aber auch im Sinn eines öffentlich ausgesprochenen "Todesurteils" verwendet.

Der Vater einer Schülerin des getöteten Lehreres Samuel P. hatte dessen Namen im Internet verbreitet. Er wurde von einem islamistischen Prediger begleitet. Beide Männer waren festgenommen worden.

Der Innenminister bestätigte auch mehrere Polizeieinsätze gegen mutmaßliche Islamisten. Die Razzien haben laut Darmanin am frühen Montagmorgen begonnen.

Darmanin kündigte auch ein härteres Vorgehen gegen Islamisten in Frankreich an. Am Sonntagabend hatte es lange lange Besprechung zwischen dem Präsidenten, dem Regierungschef, dem Anti-Terror-Staatsanwalt und mehreren Ministern gegeben. Danach hatte Emmanuel Macron von einem Aktionsplan gegen islamistische Einrichtungen gesprochen, die Hass predigten.

Schon zuvor hatte der Staatschef auf Twitter geschrieben "Ils ne passeront pas", was in etwa bedeutet "Sie werden sich nicht durchsetzen".