Eilmeldung
This content is not available in your region

Höchste Terrorwarnstufe nach Messerangriff in Nizza

euronews_icons_loading
Höchste Terrorwarnstufe nach Messerangriff in Nizza
Copyright  Eric Gaillard/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem tödlichen Angriff auf katholische Gläubige in Nizza hat die Regierung in Frankreich die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen. Präsident Emmanuel Macron verdoppelte das Militäraufgebot zum Schutz von Schulen, Kirchen und weiteren gefährdeten Einrichtungen auf 7000 Soldaten.

Frankreich sei wieder einmal für seine Werte angegriffen worden, so Macron bei einem Besuch vor Ort: "Wir wurden für unseren Freiheitswillen angegriffen, dafür, dass man auf unserem Grund und Boden glauben kann, was man will und dass wir dem Geist des Terrors nicht nachgeben. Ich sage es heute noch einmal deutlich: Wir werden nicht nachgeben."

Saudi-Arabien und Türkei zeigen sich solidarisch

Unter anderem versicherte Saudi-Arabien seine Anteilnahme und verurteilte den Anschlag. Am französischen Konsulat in der saudischen Stadt Dschidda wurde am Donnerstag zudem ein Sicherheitsbeamter von einem Mann mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Zwischen beiden Ländern hatte es zuletzt Streit um Mohammed-Karikaturen gegeben.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilte die Attacke in Nizza. Ganz Europa sei solidarisch mit Frankreich.

Die zuletzt sehr frankreichkritische Regierung in der Türkei verurteilte den, so wörtlich, terroristischen Angriff auf die Basilika ebenfalls, so ein Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan auf Twitter. Die Türkei kämpfe gegen jede Art von Extremismus.

Erdogan hatte gesagt, Macron gehöre in psychiatrische Behandlung, da dieser Veröffentlichungen von Mohammed-Karikaturen als Meinungsfreiheit verteidigte.

Der Angriff mit drei Toten in Nizza war die dritte Attacke mit islamistischem Hintergrund in Frankreich in wenigen Wochen. Die Behörden ermitteln wegen eines Terroranschlags. In Nizza hatte es 2016 am Nationalfeiertag einen Angriff mit 86 Toten gegeben.