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Enthauptung eines Lehrers: Er hatte Mohamed-Karikaturen gezeigt

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Enthauptung eines Lehrers: Er hatte Mohamed-Karikaturen gezeigt
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Nach der Enthauptung eines Mannes auf offener Straße in der Nähe von Paris haben die Ermittlungen wegen Terrorverdachts begonnen.

Das Opfer, ein Geschichtslehrer, hatte mit seinen Schülern im Unterricht vor kurzem über die Mohammed-Karikaturen gesprochen.

Macron: "mörderische Attacke auf Lehrer"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte noch am Freitagabend den Tatort. Er verurteilte das feige Attentat und bezeichnte es als terrorristischen und islamistischen Angriff.

Emmanuel Macron: "Es war kein Zufall. Dieser Terrorist hat einen Lehrer getötet, weil er die Werte der Republik zerstören wollte, die Aufklärung, die Möglichkeit aus unseren Kindern freie Bürgern zu machen - egal woher sie kommen, egal ob sie glauben, oder nicht glauben, egal welcher Religion sie angehören. Dieser Kampf ist unser Kampf, und er ist entscheidend."

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Schule in dem Ort Conflans-Sainte-Honorine. Nach einer Verfolgungsjagd wurde der Verdächtige in Eragny-sur-Oise von Beamten erschossen, als sie versuchten, ihn festzunehmen. Der mutmaßliche Täter soll die Polizei mit einer Waffe bedroht haben.

Der mutmaßliche Täter war 18 Jahre alt

Mehrere Medien berichteten, dass es sich bei dem Angreifer um einen 18-Jährigen handeln soll. Er soll "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen haben und mit einem Küchenmesser bewaffnet gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Der Sender BFM berichtete von einem Video, das der Vater eines Schülers Anfang des Monats auf Youtube veröffentlicht haben soll. In dem Video soll es auch um die Mohammed-Karikaturen gegangen sein.

Seit 2015 hat es in Frankreich eine Reihe tödlicher Attenate gegeben - dabei starben mehr als 250 Menschen. Erst im vergangenen Monat wurden bei einem Messerangriff in der Nähe der satirischen Zeitung Charlie Hebdo zwei Menschen verletzt.