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Brüssel hofft auf grüne Renovierungswelle

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Brüssel hofft auf grüne Renovierungswelle
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Eine Welle der Renovierungen bewegt sich auf Europa zu.

Und zwar in grün.

Das ist zumindest die Erwartung der Europäischen Kommission, wenn sich sich an die Erfüllung ihres ehrgeizigen Klimaziels macht, bis 2050 Schadstoffneutralität zu erreichen.

In diesem Rahmen sollen bis 2030 rund 35 Millionen Energie-ineffiziente Gebäude wieder flott gemacht werden.

Diese Strategie biete die große Chance, Städte und ländliche Regionen zu verschönern und Menschen dadurch in Arbeit zu bringen, so Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission.

Dies sei ein Bereich, bei dem man ein langfristiges Ziel mit sofortigen Ergebnissen verknüpfen könne.

Auch gebe es einen positiven Effekt für mittelständische Betriebe und für Gebäude, Schulen, usw.

Für die Kommission ist das Projekt das Herzstück ihrer Klimapolitik.

Gebäude machen in der EU etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus.

Und sie sind verantwortlich für ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen.

Brüssel hofft, dass im Bausektor bis 2030 rund 160.000 neue grüne Jobs geschaffen werden können.

Doch was hat der durchschnittliche Energieverbraucher von diesen Änderungen?

Es gebe hier zwei Perspektiven. Zum einen für die Mieter, die von niedrigeren Stromrechnungen jeden Monat profitierten, sagt der Vizepräsident des Zementherstellers LafargeHolcim, Cédric de Meeûs.

Zum anderen für die Hauseigentümer, die durch finanzielle Anreize animiert würden, ihre Gebäude mit stromsparenden Eigenschaften auszurüsten.

Die EU will den Zugang zu Renovierungszuschüssen vereinfachen - das ist Teil des Coronavirus-Wiederaufbau-Pakets.

Doch gibt es Stimmen, die sagen, dass Brüssel nicht ehrgeizig genug an die Sache heran gehe.

Gerade bei Renovierungen könne viel mehr getan werden.

Wenn man sich den wissenschaftlichen Bericht des Europäischen Parlaments ansehe, so müsse wirklich mehr getan werden, wolle man bis 2050 die Klimaneutralität erreichen, sagt Stephane Arditi vom Europäischen Umweltbüro.

Dazu sollte man aber die Renovierungen um drei Prozent und nicht nur um zwei Prozent steigern.

Noch ist die grüne Renovierungswelle nur eine Idee.

Die Frage ist, ob die Mitgliedsstaaten ihr mit den Mitteln aus dem Wiederaufbaupaket zum Erfolg verhelfen.