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Cyberkriminalität in Corona-Zeiten: Mehr Angriffe auf Krankenhäuser

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Horst Seehofer, 29.10.2010
Horst Seehofer, 29.10.2010   -   Copyright  Matthias Schrader/AP
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In seinem aktuellen Lagebericht stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine deutliche Zunahme der Cyberkriminalität insgesamt fest.

Das BSI warnte am Dienstag in Berlin zusammen mit Innenminister Horst Seehofer besonders vor Angriffen auf das Gesundheitswesen und auf Bildungseinrichtungen durch Ransomware - also Erpressungstrojaner.

Wir beobachten eine gesteigerte Aggressivität der Erpressungsmethoden bei Ransomware-Angriffen
Arne Schönbohm, BSI-Präsident

Der Präsident des BSI, Arne Schönbohm, sagte: "Wir beobachten auch eine gesteigerte Aggressivität der Erpressungsmethoden bei Ransomware-Angriffen. Die Daten werden nicht nur verschlüsselt wie es früher der Fall war, sondern werden vorher kopiert und ausgeleitet, und man droht damit, die Angreifer drohen damit, diese Daten auch zu veröffentlichen - also nicht nur zu zerstören."

Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und im Saarland wurden durch einen Verschlüsselungstrojaner "erheblich in ihrer Versorgungsleistung beeinträchtigt", heißt es in dem Bericht. Nach einem Hacker-Angriff auf die Uni-Klinik Düsseldorf starb eine Patientin.

Bei einer Erpressung durch Ransomware zahlte eine Universität das gefordertes Lösegeld in Höhe von 30 Bitcoins - rund 200.000 Euro, weil sie den unwiederbringlichen Verlust von Forschungsergebnissen befürchtete.

Daten-Klau, betrügerische Fake-Webseiten oder Schadsoftware haben zugenommen

Die Coronakrise mit Home Office und Home Schooling habe deutlich gemacht, wie wichtig eine sichere und funktionsfähige IT ist, so der Präsident des BSI, aber auch wie flexibel und anpassungsfährig Cyber-Kriminelle sind.