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Entdeckung der Magellanstraße: Gedenken zum 500. Jahrestag

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Das spanische Schiff Juan Sebastian de Elcano und die chilenische La Esmeralda vor Punta Arenas
Das spanische Schiff Juan Sebastian de Elcano und die chilenische La Esmeralda vor Punta Arenas   -   Copyright  CLAUDIO MONGE/AFP
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500 Jahre ist es her, dass Ferdinand Magellan die nach ihm benannte Meeresstraße entdeckte: Mit einer gemeinsamen Zeremonie gedachten Spanien und Chile des Ereignisses. Der portugiesische Seefahrer Magellan begann im September 1519 im Auftrag der spanischen Krone die erste historisch dokumentierte Weltumseglung. Am 21. Oktober 1520 erreichte seine Flotte das Kap an der Südspitze Südamerikas, das am Beginn der heutigen Magellanstraße liegt.

Chiles Präsident Sebastian Piñera weihte am Jahrestag in Punta Arenas an der Meerenge ein Denkmal zu Ehren Magellans ein. Piñera: "Wir gedenken einer 500 Jahre alten Errungenschaft, eines Epos, das das Verständnis unseres Planeten Erde revolutioniert hat. Die Entdeckung war ein wichtiger Schritt hin zur Globalisierung, zum Verständnis, dass die Welt eins und rund ist."

Magellan wollte Gewürze finden

Auch in Lissabon wurde Magellans gedacht. Bis zur Eröffnung des Panamakanals 1914 war die von ihm entdeckte Meerenge die einzige Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik.

Magellans Auftrag war, gen Westen zu segeln und einen Weg zur indonesischen Inselgruppe der Molukken zu finden, von wo die zu dieser Zeit äußerst begehrten Gewürze wie Pfeffer, Gewürznelken und Muskatnuss stammten. Durch den Vertrag von Tordesillas hatten Portugal und Spanien die Welt unter sich aufgeteilt - spanischen Seefahrern war der Weg um Afrika herum zu den Gewürzinseln deshalb versperrt.

Magellan und ein Großteil der Besatzung überlebten die Weltumseglung nicht. Der Entdecker wurde auf den Philippinen von Einheimischen getötet.