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Arzt-Appell in Straßburg: "Helfen Sie uns, den Tsunami zu vermeiden"

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Eine Intensivstation in Frankreich
Eine Intensivstation in Frankreich   -   Copyright  Jean-Francois Badias/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die Stadt Straßburg liegt in einem der 54 französischen Départements, die von der Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr betroffen sind.

Seit einigen Tagen werden in den Krankenhäusern immer mehr Covid-19-Patienten behandelt. Ein Trend, der sich zweifellos in den kommenden Wochen fortsetzen wird, denn die Inzidenzrate liegt jetzt bei 316 positiven Fällen pro 100.000 Einwohner. Das sind viermal so viele Fälle wie Ende September.

Auf den Intensivstationen, die noch von der ersten Welle des Coronavirus gezeichnet sind, äußerten Ärzte und Krankenschwestern ihre Besorgnis.

"Tsunami vermeiden"

Ferhat Mezziani, ist der Leiter der Intensivmedizin an der Straßburger Klinik Nouvel Hôpital Civil: "Helfen Sie uns, den Tsunami zu vermeiden, denn dies ist eindeutig eine Situation, die wir nicht noch einmal erleben wollen. Das Personal, ob medizinisch oder paramedizinisch, hat die erste Welle, die erste Krise, nicht unbeschadet überstanden. Wir möchten vermeiden, wieder in Situationen zu geraten, die für alle unmenschlich waren."

Vincent Castelainm leit die Intensivmedizinische Abteilung des Krankenhauses Hautepierre in Straßburg: "Was das Personal anbelangt, so liegt genau hier das Problem. Es gab Kürzungen vor dieser Covid-Krise. Nicht alle Pflegepositionen in der Einrichtung sind besetzt."

Ein weiteres Problem ist, dass die zweite Infektionswelle, von der der größte Teil Frankreichs betroffen ist, die Verlegung von Patienten zwischen den Regionen erschweren könnte. Krankenhäuser in Straßburg könnten sich jedoch auf Gesundheitseinrichtungen in Deutschland verlassen, wo der Druck auf die Intensivstationen noch geringer ist.