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Libyen: Konfliktparteien einigen sich auf Waffenstillstand

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Libyen: Konfliktparteien einigen sich auf Waffenstillstand
Copyright  Manu Brabo/Cristobal Serrano via AP
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Militärvertreter der rivalisierenden Lager im Bürgerkrieg in Libyen haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt. Das teilte die amtierende UN-Beauftragte für Libyen, Stephanie Williams, unmittelbar nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung in Genf mit.

"Die Parteien sind übereinkommen, dass alle Militäreinheiten und bewaffneten Gruppen an der Frontlinie in ihre Lager zurückkehren sollen. Dies geht einher mit der Ausreise aller Söldner und ausländischen Kämpfer aus allen libyschen Gebieten zu Land, Luft und See, innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Monaten ab heute".

Abgesandte des Ministerpräsidenten Fajis al-Sarradsch und des Generals Chalifa Haftar sind seit Montag in Genf, um politische Gespräche über die Zukunft Libyens vorzubereiten. Diese Gespräche sollen im November in Tunesien beginnen.

Die Unterhändler haben sich in den vergangenen Tagen bereits auf Modalitäten für die Ölförderung geeinigt, um die Produktion wieder ausweiten zu können. Zudem gab es eine Einigung über die Öffnung von Straßen und Flugverbindungen zwischen den Regionen.

Beide Parteien wollen zudem gegen Personen vorgehen, die auf sozialen Medien Hassreden verbreiten und Konflikte anheizen.

Je fünf Militärvertreter beider Seiten waren zu den Verhandlungen in Genf angereist. Deshalb heißen die Gespräche 5+5. Das Format war bei der Berliner Libyen-Konferenz im Januar vereinbart worden.

Seit 2011 ist das nordafrikanische Land in Aufruhr. Damals wurde Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi gestürzt, seitdem herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Internationale Bemühungen, den Streit beizulegen, sind bislang gescheitert.