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Sperrstunde und mehr Tests: Bundesrat verschärft Corona-Maßnahmen

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Bald mehr Masken in der Schweiz
Bald mehr Masken in der Schweiz   -   Copyright  Alessandro Crinari/AP
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Die Schweiz hat die Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie verschärft. Der Bundesrat in Bern beschloss eine Sperrstunde für Bars und Restaurants ab 23 Uhr. Die Maskenpflicht wird auf Geschäfte und den Unterricht in Gymnasien ausgedehnt und bei privaten Treffen gilt eine Obergrenze von zehn Personen.

Angesichts von zuletzt 8618 täglichen Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein sei dies dringend nötig, so Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga: "Die Ansteckungen mit dem Coronavirus steigen jeden Tag. Der Bundesrat hat deshalb heute zusätzliche Maßnahmen beschlossen, diese gelten ab Mitternacht, wir haben nämlich keine Zeit zu verlieren. Mit den Maßnahmen will der Bundesrat die Zahl der Neuansteckungen herunterbringen. Daran haben wir alle ein Interesse. Niemand möchte, dass in unseren Spitälern der Platz fehlt für Notfallpatienten. Niemand möchte einen zweiten Lockdown."

Kantone können schärfere Regeln beschließen

Zudem werden in der Schweiz alle Tanzlokale geschlossen. Öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind verboten. Freizeit- und Sportaktivitäten sind auf 15 Teilnehmer beschränkt. Zudem muss dabei eine Maske getragen werden, wenn nicht ausreichend Abstand gehalten wird. Dasselbe gilt für den Arbeitsplatz. An Hochschulen und Universitäten wird Fernunterricht eingeführt.

Die Regeln sind Mindestvorgaben für die Kantone. Diese können auch schärfere Maßnahmen verhängen.

Gesundheitsminister Alain Berset kündigte an, dass die Testkapazität durch Antigen-Schnelltests auf 80.000 pro Tag erweitert werden soll. Er bezeichnete die Schweiz als Hotspot. Dort gilt derzeit eine 14-Tage-Inzidenz von rund 700 Fällen auf 100.000 Einwohner. Am schlimmsten betroffen ist der Kanton Wallis mit einer Inzidenz von 1.945,9, auch im Kanton Genf liegt die Inzidenz über 1.500.

In Deutschland und Österreich liegt der Wert bei 156 beziehungsweise 339. In Quarantäne muss nur, wer aus einem Land mit einer höheren Inzidenz als der Schweiz einreist.