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Unterrichten im Sand: Schule zieht an den Strand

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Unterrichten im Sand: Schule zieht an den Strand
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In Vasto in Italien, dreieinhalb Autostunden südlich von Rimini, in der Region Abruzzen, lernen die Kinder am Strand. Wegen der Coronaviruspandemie wurde es schwierig, genug Platz - und Abstand - in den Klassen zu haben, da kamen Strandbesitzer auf eine Idee. Sie stellten Strand, Tische und Stühle und Sonnenschirme zur Verfügung und 150 Kinder können auf 6 Kilometern Strand in die Schule gehen.

Piergiorgio Molino, Präsident des Verbands "Vivere Vasto Marina" sagt:

"Wir wollten helfen. Es ist ohnehin Nebensaison. Als wir von den Problemen hörten, die die Schulen haben, haben wir beschlossen, dass wir etwas beitragen wollen."

Den Kindern gefällt es. Ein zehnjähriger Schüler sagt: "Das ist wirklich toll hier. Ich spüre den Sand in meinen Schuhen. Die Luft ist auch anders. Es ist wirklich schön."

Eine andere Schülerin meint, das Rauschen des Meeres trage zur besseren Konzentration bei. Sie würde am liebsten immer am Strand in die Schule gehen.

Auch die Lehrer sind zufrieden. Pädagoge Michele D'Ascenzo meint, das sollte nicht nur zu Coronazeiten gemacht werden:

"Diese neue Situation hat uns zu neuen Wegen gezwungen. Wir unterrichten in einer Art und Weise, wie wir es uns früher nicht vorstellen konnten. Unterricht am Strand, das sollte nicht nur eine Behelfslösung sein, wir sollten das als eine Möglichkeit sehen, dass das ein Modell für den Unterricht wird. Wir sollten das auch machen, wenn es keine Notsitutation mehr gibt."

Im Sommer, so hoffen die Strandpächter allerdings, sollen hier wieder die Touristen die Adria genießen können.