Eilmeldung
This content is not available in your region

Wettlauf gegen die Zeit: Suche nach Verschütteten in Izmir

euronews_icons_loading
Wettlauf gegen die Zeit: Suche nach Verschütteten in Izmir
Copyright  Emrah Gurel/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis geht die Suche nach Verschütteten weiter. Besonders stark betroffen ist die türkische Provinz Izmir.

Mindestens 25 Menschen sind ums Leben gekommen, fast 800 Menschen wurden verletzt.

Einsatzkräfte haben auch in der Nacht mit Spürhunden und teilweise schwerem Gerät nach Überlebenden gesucht. Die türkischen Behörden riefen dazu auf, Straßen nicht zu blockieren und das Mobilfunknetz möglichst zu entlasten.

Am Freitagmittag hatten Erdstöße der Stärke 6,6 die Region erschüttert. Das Beben war bis nach Griechenland zu spüren. Auf der griechischen Insel Samos starben zwei Menschen, acht wurden am Freitagabend im Krankenhaus behandelt.

Sowohl auf Samos als auch an der türkischen Westküste trat bei einem Tsunami nach dem Beben das Wasser über die Ufer.

Stimmen aus den Trümmern

In Izmir stürzten nach Angaben des Provinzgouverneurs mindestens vier Gebäude komplett ein. Das Viertel Bayrakli der Küstenstadt war besonders stark getroffen. Nach Anadolu-Angaben suchten die Helfer am Samstag an neun Gebäuden weiter nach Überlebenden. 100 Menschen wurden bislang gerettet.

Immer wieder mahnten die Einsatzkräfte zur Stille, um Stimmen hören zu können. Sie konnten nach Angaben von CNN Türk Kontakt zu einer Frau mit ihren vier Kindern aufnehmen, die unter den Trümmern vermutet wurden. Eine Frau wurde in der Nacht zu Samstag nach 17 Stunden aus einem eingestürzten Gebäude gerettet, wie der Sender berichtete. Nach offiziellen Angaben waren rund 2000 Such- und Rettungsteams und 20 Suchhunde im Einsatz.

Nachbeben der Stärke 5,0

Am Samstagmorgen gab es nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad in der Region des westtürkischen Bezirks Seferihisar ein Nachbeben der Stärke 5,0. In der Nacht hatte es schon Hunderte Nachbeben gegeben.

Viele Menschen in Izmir verbrachten die Nacht im Freien aus Angst vor Nachbeben - und weil sie nicht in ihre beschädigten Häuser zurückkehren konnten.

Noch am Freitagabend telefonierten der griechische Regierungschef Mitsotakis und der türkische Präsident Erdogan mit einander und versprachen ihren Ländern gegenseitige Unterstützung.

Auch die Europäische Union und die NATO boten der Türkei und Griechenland ihre Hilfe an.