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Covid-19: Europa igelt sich ein - November als "Wellenbrecher"

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Covid-19: Europa igelt sich ein - November als "Wellenbrecher"
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Europa igelt sich weiter ein gegen die Pandemie.

PORTUGAL

Tag der nationalen Trauer um die COVID-19-Opfer in Portugal, Tag des Schocks über neue Pandemie-Rekorde bei den täglichen Todesfällen (46) Krankenhauspatienten (2.255) und Coronavirus-Kranken auf Intensivstationen (296).

Und Tag der Beschlüsse: Ab Mittwoch treffen neue Einschränkungen rund 7 Millionen Menschen - etwa 70% der Bevölkerung. Das geht von obligatorischer Telearbeit wo immer es geht bis zur "Bürgerpflicht", so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Strengere Einschnitte wie Ausgangssperren oder Lockdowns könnten folgen, wenn der Ausnahmezustand erklärt wird.

GRIECHENLAND

Kein großer Trost: Auch Thessaloniki, Griechenlands zweitgrößte Stadt, verbringt ab Dienstag vierzehn Tage im Lockdown, Gleiches gilt für die Stadt Serres im Norden des Landes ab Dienstagmorgen.

Ab 6:00 Uhr (4:00 Uhr GMT) können die Bürger nur noch mit Genehmigung reisen, wie im Frühjahr, die Schulen bleiben aber offen. Der Flughafen Thessaloniki ist für alle internationalen und Inlandsflüge geschlossen.

In den Städten Kozani und Kastoria im Norden herrscht schon seit Mitte Oktober der Alarmzustand.

Stelios Petsas, Regierungssprecher:

"Wie beim allgemeinen Lockdown müssen auch im lokalen Lockdown bestimmte Fahrten per SMS angekündigt werden, besonders zwischen 21.00 bis 05.00 Uhr sind Reisen nur aus Arbeits- und Gesundheitsgründen erlaubt."

DEUTSCHLAND

Deutschland ist hat den ersten Tag eines Monats "Lockdown Light" hinter sich gebracht – Restaurants, Bars, Fitnessstudios und Unterhaltungsstätten zu, Schulen, Geschäfte und Arbeitsplätze nicht.

Die Sperrung ist weniger restriktiv als von März bis April, Essen zum Mitnehmen kann weiter verkauft werden.

Die Infektionsrate mit Coronaviren steigt in Deutschland immer noch, wenn auch nicht so dramatisch wie in Frankreich und Belgien, die das öffentliche Leben im Moment viel weiter herunterfahen.

Nach den neuen deutschen Regeln sind Zusammenkünfte draußen auf maximal 10 Personen aus zwei Haushalten beschränkt. Private Feiern sind tabu.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Deutschen auf, sich jetzt an die neuen Regeln zu halten und den November zum "Wellenbrecher" zu machen, damit alle Weihnachten trotz "dieser Art von Naturkatastrophe" genießen können. Corona sei "eine Bewährungsprobe, wie wir sie in der Form seit dem Zweiten Weltkrieg nicht hatten."

GROSSBRITANNIEN

Großbritannien stehe vor einer "medizinischen und moralischen Katastrophe", es sei denn, "es werden jetzt harte Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen", warnte der Premierminister.

Boris Johnson sagte den Unterhaus-Abgeordneten vor einer Abstimmung am Mittwoch., es gebe "keine Alternative", zum Lockdown in England, der am Donnerstag in Kraft treten soll.

Boris Johnson, britischer Premierminister:

"Wir bekämpfen eine Krankheit, Mr Speaker, und wenn die Daten ihre Richtung ändern, müssen wir auch unsere Richtung ändern. Und für diejenigen in diesem Haus, die glauben, wir sollten uns weiteren nationalen Maßnahmen widersetzen, lassen Sie mich die medizinische und moralische Katastrophe darlegen, mit der wir konfrontiert sind."

ITALIEN

Und auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte setzt auf neue nationale Beschränkungen gegen Corona, wie Schließung von Einkaufszentren an Wochenenden und von Museen und weniger Bewegung zwischen Regionen. Conte sagte, dass Einkaufszentren am Wochenende zu sein werden, mit Ausnahme von Lebensmittel- und Tabakläden, Zeitungskiosken und Drogerien. Auch Spielsalons und Videospielhallen würden geschlossen. Kommt eine Ausgangssperre am späten Abend dazu, aber noch ohne Zeitangabe. Ausgangssperren gelten zur Zeit nur in einigen Regionen, darunter Latium, rund um Rom. Gymnasien mit Fernunterricht könnten das in Vollzeit machen, um Druck aus dem öffentlichen Verkehr zu nehmen.

su mit dpa