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Tropensturm "Eta" wütet weiter in Mittelamerika, Kurs Nord

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Tropensturm "Eta" wütet weiter in Mittelamerika, Kurs Nord
Copyright  Esteban Biba/AP
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In Mittelamerika und Mexiko sind durch den Tropensturm „Eta“ schätzungsweise mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Doch die Suche nach den Opfern konnte teilweise erst nach Tagen beginnen.

Im besonders getroffenen Guatemala wurde ein Dorf im Zentrum des Landes von einem Erdrutsch erfasst, Präsident Alejandro Giammattei rechnete am Freitag insgesamt mit «plus-minus 150 Toten». Laut Nationaler Koordinationsstelle für Katastrophenvorsorge (Conred) sind allein in diesem Land fast 200.000 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche geschädigt.

Bernardo Curley, Gemeinderat in San Cristóbal Verapaz:

"Die Lage ist sehr heikel, es ist wirklich scheußlich, die Familien haben alles verloren. Wir können Ihnen nicht genau sagen, wie viele Menschen die Retter finden werden, weil nichts mehr steht, alles ist verschüttet.“

«Eta» war am Dienstag als Hurrikan auf die Küste Nicaraguas getroffen und hatte sich später zu einem Tropensturm abgeschwächt. Heftige Regenfälle lösten in den vergangenen Tagen vielerorts Erdrutsche und Überschwemmungen aus.

Viele Überlebende haben weder Trinkwasser noch Essen und warten darauf, gerettet zu werden. Auf Videos des Militärs waren In Guatemala dramatische Rettungsszenen von Familien auf Hausdächern zu sehen. In Honduras holten Soldaten und Polizisten die Menschen mit Schnellbooten und Helikoptern aus den besonders gefährdeten Gebieten, die Luftwaffe brachte Lebensmittelpakete.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hilft seinen Schwestergesellschaften in Honduras und Guatemala.

"Eta" sei immer noch gefährlich, warnte das US-Hurrikanzentrum. Eine Sturmflut, Sturzfluten und starke Winde seien über Teilen von Kuba, Florida und den Florida Keys zu erwarten.

Laut Deutschem Wetterdienst hat die laufende Hurrikan-Saison 2020 das bisherige Rekordjahr 2005 bereits eingeholt.

su mit dpa