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Russlands EU-Botschafter: "Impfstoff Sputnik zu 92 % erfolgreich"

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Russlands EU-Botschafter: "Impfstoff Sputnik zu 92 % erfolgreich"
Copyright  Vladimir Chizhov Euronews
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Alle Länder der Erde haben einen gemeinsamen Feind: das Coronavirus.

Können EU und Russland die Pandemie gemeinsam bekämpfen?

Wie sieht es mit Impfstoffen aus?

Fragen an den russischen Botschafter in Brüssel, Wladimir Tschitschow.

Euronews: Die EU hat bereits Vereinbarungen mit Pharma-Unternehmen über den Kauf von Impfstoffen unterzeichnet. Wird Russland seinen eigenen Impfstoff anbieten?

Tschitschow: Der weltweit erste zertifizierte Impfstoff ist der russische Sputnik. Doch angesichts der hohen Verbreitung der Pandemie geht es nicht nur um die Verfügbarkeit dieses Mittels, sondern auch um die Verfügbarkeit einer Produktionsbasis und die anschließende Verteilung.

Diesbezüglich lädt Russland andere Länder ein, den von russischen Wissenschaftlern entwickelten Impfstoff bei sich zu Hause zu produzieren.

Soweit ich weiß, hat ein EU-Land zugesagt, nämlich Ungarn.

Euronews: Aber es gibt kein Vertrauen in den Sputnik-Impfstoff. Die Märkte reagieren nicht - anders etwa als bei den Ankündigungen von Pfizer und Moderna...

Tschitschow: Vertrauen geht von Menschen aus, zu einem hohen Maße auch von Journalisten. Und was die Basis des Vertrauens in unseren Impfstoff angeht, so kommt diese von den Testergebnissen. Demnach liegt die Wirkungsquote von Sputnik bei 92 Prozent.

Ich glaube aber nicht, dass es hier um Wettbewerb geht. Die Zusammensetzung dieser Impfstoffe sollte kein Geheimnis sein.

Euronews: Braucht Russland hier irgendwelche Hilfe von der Europäischen Union?

Tschitschow: Also, wir sind versorgt. Wir haben ausreichende Mengen für die russischen Bürger.

Euronews: Gibt es Überlegungen, die Quarantäne-Maßnahmen zu Weihnachten und Silvester zu lockern?

Tschitschow: Ich befürchte, dass eine Lockerung nur eine dritte Welle mit sich bringen würde. Eine radikale Verbesserung der Lage wird nur möglich sein, wenn wirksame Impfstoffe in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen. Das wird aber nicht vor Weihnachten der Fall sein, was wohl jeder versteht.