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Frankreich verlängert Ausgangssperre, Russland setzt auf Sputnik V

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Von euronews
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Frankreich verlängert Ausgangssperre, Russland setzt auf Sputnik V
Copyright  Evgeniy Sofiychuk/AP

Frankreich

Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen noch für mindestens zwei weitere Wochen fest. Franzosen dürfen nur aus triftigem Grund auf die Straße, was polizeilich kontrolliert wird. Der Einzelhandel und Restaurants sind geschlossen. Es wäre unverantwortlich, so Frankreichs Premierminister Jean Castex, die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben.

Belgien

In Brüssel protestierte medizinischem Personal eines Krankenhauses gegen ihre Arbeitsbedingungen und für bessere Gehälter. Medizinisches Personal, das infektionsbedingt ausfalle, sei nicht mehr zu ersetzen, es mangele massiv an Krankenschwestern und Pflegepersonal.

Deutschland

In Deutschland bezeichnet das RKI die Lage als weiterhin als sehr ernst, auch wenn sich die Ausbreitung des Virus leicht verlangsamt habe, wenn auch auf hohem Niveau. Die jüngste Statistik nennt knapp 22.000 Neuinfektionen am Tag, Brennpunkt mit weiterhin Nordrhein-Westfalen. Der Präsident des RKI warnt, die kommenden Wochen werden eine Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem.

Wir müssen damit rechnen, dass die Krankenhäuser an die Grenzen ihrer Kapazität stoßen, und wir müssen auch damit rechnen, dass sich das Virus in einigen Regionen unseres Landes unkontrolliert ausbreitet.
Lothar Wieler
Präsident des Robert Koch Instituts

Russland

Russland bestätigt offiziell 1,8 Millionen Fälle. Hier hatte man sich auf die zweite welle vorbereitet, in dem man eine Messehalle in ein mobiles Feldlazarett umgebaut hat. Rund fünfhundert Patienten werden hier versorgt. Russland hat inwischen erfogversprechende Daten für seinen Impfstoff "Sputnik V" vorgelegt - er zeige eine 92-prozentige Wirksamkeit.

Wissenschaftler äußerten auch Bedenken hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der Moskau an dem Impfstoff gerarbeitet hat. Experten bezeichneten die russischen Daten als ermutigend. Sie wiesen aber darauf hin, das sie nur auf einer kleinen Anzahl von Studienteilnehmern beruhten. “Es gab sicher politischen Druck, nach den Pressemitteilungen von Pfizer und BioNTech Anfang der Woche jetzt mit eigenen Zahlen nachzuziehen”, sagte Bodo Plachter, stellvertretender Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Mainz. “Man braucht sicherlich eine längere Beobachtungsdauer, um valide Aussagen sowohl über die Wirkung als auch die Nebenwirkungen machen zu können.” Das gilt nach Plachters Einschätzung aber auch für die Daten von Pfizer und BioNTech.