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Putin schlägt Alarm: 23.610 Ansteckungsfälle binnen eines Tages

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Putin schlägt Alarm: 23.610 Ansteckungsfälle binnen eines Tages
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Im Moskauer Stadtteil Krylatskoie ist eine Veranstaltungshalle in ein Behelfskrankenhaus umgewandelt worden. Sonst wird die Stätte als Austragungsort für Eiskunstlaufwettbewerbe genutzt. Mittlerweile werden hier 615 Menschen ärztlich behandelt, es gibt Betten für mehr als 700 weitere Personen.

„Es unterscheidet sich nicht von einem gewöhnlichen Krankenhaus. Das einzig Besondere ist der Ort. Dieses Krankenhaus hat alles, was notwendig ist. Es ist nicht angebracht, von einem Übergangskrankenhaus zu sprechen“, so der Chefarzt Andrej Schkoda.

Russland hatte als weltweit erstes Land im August die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffes gemeldet. Wissenschaftler aus anderen Ländern hatten nicht ausreichende Testreihen kritisiert. Jüngsten Ergebnissen zufolge bietet dieser einen Schutz von 92 Prozent.

Man sieht viele junge Leute ohne Masken
Covid-19-Patient

„Ich habe mir nicht vorstellen können, dass ich einmal hier sein würde. Ich bin 66 und hatte mich von der Außenwelt abgeschottet. Ich trage Handschuhe und einen Mundschutz und gehe nicht raus. Aber irgendwo habe ich mich angesteckt. Man sieht viele junge Leute ohne Masken. Ich rate ihnen, eine zu tragen: Nicht nur für sich, sie müssen auch an andere denken“, sagt ein Patient.

Putin: „Die Annahme, alles sei in Ordnung, ist fehl am Platz"

Zuletzt verzeichnete Russland 23610 Ansteckungsfälle und 463 Covid-19-Tote innerhalb eines Tages. Beides waren neue Höchstwerte. Russlands Präsident Wladimir Putin warnte: „Am alarmierendsten ist die steigende Totenrate. Wir sollten die Lage nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Annahme, alles sei in Ordnung, ist fehl am Platz," sagte Präsident Wladimir Putin.

Erneute landesweites Ausgangsbeschränkungen sind aber nicht vorgesehen. In der Teilrepublik Burjatien in Sibirien wurde allerdings die Schließung von Geschäften angeordnet, die keine wichtigen Waren des täglichen Bedarfs verkaufen.