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Nach Knochenfund: Verdacht auf Kannibalismus in Berlin

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Ort des Knochenfunds in Buch
Ort des Knochenfunds in Buch   -   Copyright  Odd ANDERSEN / AFP
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Es klingt wie aus einem Horrorfilm: Anfang November stießen Spaziergänger in Berlin in einem Waldstück auf Knochenteile, die sich als Überreste eines seit mehr als zwei Monaten vermissten Mannes aus Berlin Lichtenberg herausstellten.

Nun hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen einen Verdächtigen wegen Sexualmordes aus niedrigen Beweggründen erlassen. Es gebe den Verdacht eines kannibalistischen Hintergrunds.

Der mutmaßliche Täter, ein 41-Jähriger aus Pankow, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll sein Opfer auf einer Dating-Plattform kennengelernt und in seine Wohnung gelockt haben.

Dort seien "einschlägige Werkzeuge" wie Messer und Sägen sowie Blutspuren gefunden worden, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte.

Es gebe bislang keinerlei Hinweise darauf, dass die Tat im Einvernehmen mit dem Opfer begangen wurde.

Der Tatverdächtige, ein Deutscher, der Lehrer sein soll, habe zu Kannibalismus im Internet recherchiert, bevor er zur Tat schritt.

Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kamen die Ermittler in Berlin auch dank eines Taxifahrers: Er habe sagen können, wohin die letzte Fahrt des Vermissten führte,

Der Fall ruft böse Erinnerungen den "Kannibalen von Rotenburg" wach, der Teile der Leiche seines Opfers gegessen hatte und 2006 wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde.