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G20-Gipfel: Einigung auf gerechte Impfstoff-Verteilung und Wirtschaftshilfe

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G20-Gipfel: Einigung auf gerechte Impfstoff-Verteilung und Wirtschaftshilfe
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In der Abschlusserklärung des G20-Gipfels haben sich die führenden Wirtschaftsmächte auf eine gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen verständigt und darauf, die schwer angeschlagene Weltwirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie, die weltweit schon fast 1,4 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, war das zentrale Thema des zweitägigen Videogipfels unter Leitung Saudi-Arabiens.

Ein Corona-Impfstoffe müsse für alle Länder auf der ganzen Welt erschwinglich sein, waren sich die G20 einig.

EU-Ratspräsident Charles Michel schlug einen weltweiten Vertrag vor, um bei künftigen Pandemien schneller und koordinierter reagieren zu können. Die internationale Zusammenarbeit solle darin unter Einbeziehung aller Organisationen der Vereinten Nationen fest vereinbart werden. Merkel unterstützte den Vorschlag.

In der Abschlusserklärung wird die Pandemiebekämpfung als Schlüssel für den wirtschaftlichen Aufschwung genannt. Armen Ländern werden weitere Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt. Im nächsten Jahr werde überprüft, ob die wirtschaftliche und finanzielle Lage eine Verlängerung der bislang bis Juni 2021 vereinbarten Stundung der Rückzahlung um sechs Monate erfordert.

Nächstes Jahr übernimmt Italien

Im Dezember übernimmt Italien die G20-Präsidentschaft von Saudi-Arabien. Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte den nächsten Gipfel für Ende Oktober 2021 an.

Giuseppe Conte: "Als G20-Gastgeber wird sich Italien auf das Klima- und Energie-Thema konzentrieren und auf die Frage, wie ein schneller Übergang zu einer CO2-neutralen Zukunft erreicht werden kann. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft für eine kohlenstofffreie Wirtschaftsplattform, das Saudi-Arabien vorgeschlagen hat, wird bei diesem Übergang eine Rolle spielen."

Donald Trump nutzt letzten Auftritt auf internationaler Bühne für Attacken

US-Präsident Trump zeigte nur mäßiges Interesse an der Videokonferenz. Er nutzte seinen voraussichtlich letzten Auftritt auf einer großen internationalen Bühne zu einer Attacke gegen das Pariser Abkommen zur Reduzierung der Erderwärmung.

Die Pariser Vereinbarung war dazu gedacht, die amerikanische Wirtschaft zu töten.
US-Präsident Donald Trump

In einer Videobotschaft sagte Donald Trump: "Die Pariser Vereinbarung war nicht dazu bestimmt, die Umwelt zu retten. Sie war dazu gedacht, die amerikanische Wirtschaft zu töten. Ich habe mich geweigert, Millionen amerikanischer Jobs und Billionen Dollar an die schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt zu verlieren, denn genau das wäre passiert."

Verabschiedet hat sich Trump bei den anderen Staats- und Regierungschefs nicht. Nach einem Bericht des britischen "Oberserver", der sich auf einen Audio-Mitschnitt von Trumps Rede in einer nicht öffentlichen G20-Sitzung beruft, sagte der Präsident: "Es war mir eine große Ehre, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, und ich freue mich darauf, mit Ihnen für eine lange Zeit wieder zusammenzuarbeiten."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz konnte sich eine Spitze gegen Trump auf der Abschlusspressekonferenz mit Merkel nicht verkneifen. "Ein Teilnehmer hat auch nochmal die Gelegenheit genommen, seine eigene Großartigkeit zu schildern", sagte er.