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Streiks im Online-Boom: "Amazon soll zahlen"

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Streiks im Online-Boom: "Amazon soll zahlen"
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"Make Amazon Pay" – „Bringt Amazon dazu, zu zahlen“ – mit diesem Slogan wollen Gewerkschaften - wie etwa in Brüssel - europaweit höhere Löhne bei dem Online-Händler durchsetzen.

Auch in Deutschland will die Gewerkschaft Verdi mit mehrtägigen Streiks im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag nochmal Druck machen. Rund um den umsatzstarken Einkaufstag «Black Friday» hat Verdi in sieben deutschen Versandzentren zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Hauptargumente der Kampagne:

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"Während der Covid-19-Pandemie wurde Amazon zu einem Billionen-Dollar-Unternehmen, und CEO Jeff Bezos war der erste in der Geschichte, der 200 Milliarden US-Dollar an persönlichem Vermögen anhäufte.

Gleichzeitig riskierten die Lagerarbeiter von Amazon ihr Leben als „wichtige Arbeiter“, fühlten sich bedroht und eingeschüchtert, wenn sie sich für ihre Rechte auf einen fairen Lohn einsetzten."

Oliver Roethig, Europäischer Gewerkschaftsverband UNI Europa:

"Wir brauchen die Unterstützung von Regierungen auf der ganzen Welt, um sicherzustellen, dass Amazon zahlt. Die EU und die EU-Kommission spielen da eine Schlüsselrolle. Deshalb sind wir hier. Wir möchten sie dazu bringen, sicherzustellen, dass Amazon wirklich fair handelt, was Löhne, Umwelt und Steuern zur Unterstützung unserer Gesellschaften angeht.“

Axelle Van Wynsberghe. Vereinigung Progressive International:

„Es gibt Demos und Streiks auf 4 Kontinenten in vielen Städten rund um den Globus.“

"BLACK FRIDAY" IM VISIER

Rund 2.500 Amazon-Mitarbeiter in Deutschland haben am Donnerstag einen dreitägigen Streik gestartet, um die Verkaufshype des Online-Einzelhändlers am "Black Friday" zu stören.

Amazon verteidigte seine Politik und sagte, es biete "hervorragende" Löhne, Leistungen und Karrieremöglichkeiten in einem "modernen, sicheren" Arbeitsumfeld.

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Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, dass es in Großbritannien und den USA Hunderte Millionen Dollar an Prämien für Mitarbeiter in der Weihnachtszeit ausschütten wird, nachdem die Verkäufe des Online-Riesen während der Pandemie stark gestiegen sind.

Das ist ein weltweites Phänomen, da viele Verbraucher wegen der Corona-Beschränkungen online eingekauft haben. Das macht es vielen stationären Geschäften schwer, im Wettbewerb zu bestehen.

su mit dpa, AFP

Brüssel
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