Hat Laschet-Sohn Joe (32) Masken-Deal des Vaters eingefädelt?

Armin Laschet mit Maske (Archiv)
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Von Euronews mit dpa, AP, Rheinische Post
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Joe Laschet, Modeblogger und Sohn des Ministerpräsidenten von NRW, hat offenbar den Kontakt zwischen dem Vater und Van Laack zur Produktion von Millionen Masken vermittelt.

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"Welchen Einfluss hatten die Geschäftsbeziehungen von Joe Laschet zum Modehersteller van Laack auf die Auftragsvergabe der Landesregierung?" So lautet im Titel die Kleine Anfrage der SPD in Nordrhein-Westfalen zum Masken-Deal der Landesregierung mit der Modefirma Van Laack aus Mönchengladbach. Denn offenbar hat Joe Laschet (32), Modeblogger und Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, den Kontakt zwischen dem Textillabel und seinem Vater hergestellt.

Joe Laschet hat einen Modeblog, auf dem er Tipps gibt wie "Mehr Mut zum Hut!" und sich selbst in Szene setzt. Auf Instagram hat der Influencer - der eigentlich Johannes heißt und in Bonn Jura studiert hat - mehr als 90.000 Follower. Der "Stern" schrieb 2017: "Er sieht aus wie Ryan Gosling, ist aber der Sohn eines Ministerpräsidenten."

In der "Rheinischen Post" hatte der Van Laack-CEO erzählt: "Ich habe Joe gesagt, dass er seinem Vater meine Nummer geben kann, wenn das Land Hilfe bei der Beschaffung von Masken braucht." Ministerpräsident Armin Laschet hat laut Firmenschef Christian von Daniels dann an einem Sonntagabend angerufen und gesagt, der Van Laack-Boss renne offene Türen ein. "Zwei Tage später saßen seine Mitarbeiter bei uns im Konferenzraum und haben sich unsere Masken und Kittel angeguckt."

Ein Sprecher der NRW-Landesregierung erklärte gegenüber dpa, man habe in ganz Deutschland nach Maskenproduzenten gesucht, weil diese im Frühjahr zur Ausstattung von medizinischem Personal dringend gebraucht wurden.

Das Textilunternehmen - das ansonsten für seine Hemden bekannt ist - hat dann schnell mehrere Millionen OP-Kittel und Masken geliefert. Jüngst hat das zuständige Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) weitere 1,25 Millionen Alltags-Masken für die Polizei bei van Laack bestellt.

"Im aktuellen Geschäftsjahr wird sich der Umsatz dank mehr als 100 Millionen verkaufter Masken und zwölf Millionen Kittel mindestens verdoppeln", sagte Firmenchef Christian von Daniels am Samstag ebenfalls der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Wie genau der Deal mit dem Land NRW zustande kam und welche Rolle Laschets Sohn dabei spielte, sollte mit der Antwort auf die Kleine Anfrage der SPD geklärt werden.

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