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Maradonas Arzt bestreitet Vorwürfe: "Ich wünschte, er wäre hier"

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Von Euronews mit AP
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Leopoldo Luque bei der emotionalen Pressekonferenz in Buenos Aires. Er bestreitet Behandlungsfehler
Leopoldo Luque bei der emotionalen Pressekonferenz in Buenos Aires. Er bestreitet Behandlungsfehler   -   Copyright  أ ب
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Die argentinische Polizei hat Wohn- und Geschäftsräume von Diego Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque durchsucht und dabei Akten beschlagnahmt.

Die Razzia konzentrierte sich auf Luques Praxis in Buenos Aires und auf sein Haus in einem Vorort der Hauptstadt. Maradona war am Mittwoch nach einem Herzinfarkt verstorben. Gegen den Arzt laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung.

Luque verteidigte sich unter Tränen bei einer Pressekonferenz: "Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, warum...Ich weiß nicht, ich denke über alles nach, sehr oft. Ich wünschte, er wäre hier. Mir Vorwürfe machen? Ich weiß es nicht, weil er ein Leben wollte, das schlecht war. Ich habe versucht, ihn zu begleiten, alles. Ich habe versucht, ihn zu überzeugen, Fußball zu spielen, aber er wollte nicht. Ich habe versucht, ihn Fußball spielen zu lassen."

Töchter zweifeln an Behandlung

Argentinische Medien berichten, die Ermittlungen seien auf eine Initiative von Maradonas Töchtern zurückzuführen. Diese hätten Zweifel an der Behandlung der Herzprobleme ihres Vaters geäußert.

Maradonas Sarg war am Donnerstag im Regierungspalast von Buenos Aires aufgebahrt worden, damit sich die Bevölkerung vom Nationalhelden verabschieden konnte. Dabei kam es im Außenbereich des Gebäudes zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften.

Im Anschluss wurden die sterblichen Überreste des 60-jährigen Ex-Weltmeisters im Familiengrab in einem Vorort der Hauptstadt beigesetzt.

Zwei Wochen vor seinem plötzlichen Tod hatte sich Maradona wegen eines Blutgerinnsels einer Hirnoperation unterziehen müssen. Er litt unter mehreren Vorerkrankungen und starkem Übergewicht.