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Horror in Schweden: Die Nachbarn haben nichts bemerkt

Von Euronews mit AP, AFP
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Haus, in dem die Mutter ihren Sohn eingesperrt haben soll
Haus, in dem die Mutter ihren Sohn eingesperrt haben soll   -   Copyright  Claudio Bresciani/AP
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In Schweden versucht die Justiz herauszufinden, wie viel Gewalt dem Mann angetan wurde, der 28 Jahre lang isoliert in einer Wohnung in Stockholm lebte. Die Mutter, die ihn eingesperrt haben soll, wird vernommen.

Staatsanwältin Emma Olsson will die völlig vermüllte Wohnung auf Indizien untersuchen lassen.

Die Nachbarn haben offenbar nichts mitbekommen. Einer von ihnen sagt an der Tür seiner Wohnung: "Wir dachten, die Frau lebt alleine, eine ältere Dame. Wir haben nur sie gesehen."

Ein anderer Nachbar ist geschockt: "Das ist so erschreckend, was sich so viele Jahre lang abgespielt hat. Echt nicht gut."

Auch ob Behörden versagt haben, nachdem die Mutter den 13-Jährigen von der Schule genommen hatte, soll überprüft werden. Inzwischen ist die Mutter laut Medienberichten 70 Jahre alt.

Eine Verwandte hatte den 41-Jährigen offenbar schon am vergangenen Sonntag in derWohnung entdeckt. Er soll sie gleich wiedererkannt haben. Der Mann sollte auch befragt werden, wurde aber zunächst im Krankenhaus behandelt.

Der Sohn hatte offenbar zahlreiche Wunden - besonders an den Beinen und so gut wie keine Zähne. Ob es sich bei den Verletzungen nur um Folgen der Verwahrlosung handelt, wollen die Behörden jetzt herausfinden.