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Großbritannien: Allergiker sollen sich vorerst nicht gegen Corona impfen lassen

Krankenhauspersonal in Londons Guy Krankenhaus mit einer Impfdosis gegen das Coronavirus,8.12.2020
Krankenhauspersonal in Londons Guy Krankenhaus mit einer Impfdosis gegen das Coronavirus,8.12.2020   -   Copyright  Frank Augstein/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Nach dem Start der größten Impfkampagne in Großbritannien am vergangenen Dienstag haben die Behörden des Landes Allergikern vorerst davon abgeraten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zwei Mitarbeiter des nationalen Gesundheitsdienstes NHS, die ihre erste Impfdosis erhalten hatten, zeigten allergische Reaktionen. Das hat der Chef des NHS Stephen Powis vor einem Parlamentsausschuss in London mitgeteilt.

Die Warnung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte er. Die beiden Mitarbeitern gehe es gut, sie erholten sich. Aufgrund der Neuartigkeit des Impfstoffs gibt es keine Studien zu derartigen Nebenwirkungen bei Allergikern. In den Tests der Hersteller Pfizer/Biontech war diese Beobachtung allergischer Nebenwirkungen bislang nicht aufgefallen. Allergische Reaktionen auf Impfstoffe und Medikamente sind jedoch nicht ungewöhnlich.

In Europa hat Großbritannien als erstes Land eine Notfallzulassung für den Impfstoff von Biontech/Pfizer erteilt. Am vergangenen Dienstag, dem sogenannten "V-Day", dem Startschuss der Impfkampagne waren mehrere Hundert Menschen geimpft worden. Zunächst bekommen Bewohner von Pflegeheimen, medizinisches Personal und andere Risikogruppen die Impfung verabreicht. Noch bis Ende des Jahres will Großbritannien 4 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech verabreichen.

Im kommende Jahr erwartet das Land weitere Impfstoffe, die derzeit noch nicht zugelassen sind. Neben Großbritannien werden bereits in China und Russland einheimische Impfstoffe geimpft.