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Ist die gestohlene Goldmünze aus dem Bode-Museum schon eingeschmolzen?

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Von Euronews
Die 2017 aus dem Bode-Museum gestohlene 'Big Maple Leaf' Glodmünze
Die 2017 aus dem Bode-Museum gestohlene 'Big Maple Leaf' Glodmünze   -   Copyright  Marcel Mettelsiefen/AP

Die Berliner Polizei durchsucht am Mittwoch mehrere Wohnungen und Juweliergeschäfte wegen des Verdachts der Hehlerei und der gewerbsmäßigen Geldfälschung.

Es bestehe der Verdacht, dass die Verdächtigen gestohlenes Gold eingeschmolzen und zu gefälschten Goldmünzen umgewandelt haben, hieß es in einem Tweet der Staatsanwaltschaft und der Berliner Polizei.

Die Beamten haben 17 Durchsuchungsbeschlüsse an 14 Orten in Berlin Neukölln und Wedding durchgesetzt. Weitere Durchsuchungen gab es in der Sonnenallee.

In einem Geschäft an der Hermannstraße wurden Geld und Pressen beschlagnahmt. Es sind etwa 120 Sicherheitskräfte im Einsatz.

50:50-Chance, dass noch Reste der Goldmünze aus Bode-Musuem gefunden werden

Nach Medieninformationen soll es bei dem Polizeieinsatz auch um den Einbruch ins Bode-Museum im März 2017 gehen. Ein Ermittler sagte gegenüber Spiegel-TV, dass die Chancen 50:50 stehen, dass noch Reste der Goldmünze gefunden werden können.

Bei dem Einbruch in das Museum wurde die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro entwendet. Sie wurde bis heute nicht gefunden. Ermittler gingen seit langem davon aus, dass das wertvolle Stück eingeschmolzen wurde.

Im Februar hatte das Landgericht wegen des spektakulären Diebstahls gegen zwei Männer aus einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie eine Jugendstrafe von jeweils viereinhalb Jahren Haft verhängt. Ein Ex-Wachmann, der nach Überzeugung des Gerichts das Museum auskundschaftete, bekam drei Jahre und vier Monate Gefängnis. Das Urteil ist in einem Fall bereits rechtskräftig.