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Zu begehrt: Fahrrad-Boom bringt Händler in Bredouille

Reparaturwerkstatt in Lille
Reparaturwerkstatt in Lille Copyright DENIS CHARLET/AFP or licensors
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Von Euronews mit afp
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Dank Corona gefragt wie nie: Das Fahrrad boomt in Europa. Das ist nicht nur ein Segen. Fachhändler kommen mit den Bestellungen kaum noch hinterher.

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Es ist gut für die Gesundheit und noch dazu gut fürs Klima: Das Fahrrad zählt eindeutig zu den Gewinnern des Coronajahres 2020. Das Bedürfnis nach Mobilität ist europaweit durch die Pandemie spürbar gestiegen.

Das zeigt sich auch an den Verkaufszahlen. Französische Fahrradhändler beispielsweise können die hohe Nachfrage kaum noch bedienen. Bekannte Marken und Modelle sind im Pariser Fachgeschäft von Jean-Olivier Lassere hoffnungslos vergriffen.

"Die nächsten Lieferungen unserer gefragtesten Modelle, ganz gleich welche Marke, erwarten wir erst im Juli, August, September oder sogar Oktober. Und besonders angesagte Räder, die bereits bestellt wurden, erwarten wie erst im März 2022."

Zulieferer in Asien kommen nicht hinterher

Ganz ähnlich ist die Lage im Pariser Umland. William Debode ist auf Ersatzteile spezialisiert. Das Problem sei, sagt er, dass die Zulieferer in Asien nicht hinterherkämen. Dafür seien mehrere Faktoren verantwortliche ganz besonders aber die Corona-Pandemie.

"Schifffahrtsunternehmen haben ihr Transportvolumen reduziert. Daraus ergeben sich Verzögerungen mit für uns sehr problematischen Konsequenzen. Die gesamte Logistikkette wird verzögert."

Noch komplizierter ist das Geschäft auf der anderen Seite des Ärmelkanals wegen des Brexits. Dort fürchten Hersteller und Händler nicht nur den Ersatzteilmangel, sondern die Konkurrenz chinesischer Billig-Produkte, wenn die von EU auferlegten Anti-Dumping-Zölle entfallen.

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