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Skiparadies Winterberg weiträumig abgesperrt: "Das war einfach zuviel"

Eine Straßensperre in Winterberg im Sauerland
Eine Straßensperre in Winterberg im Sauerland   -   Copyright  AFPTV
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Winterberg im Sauerland, aber auch andere deutsche Skigebiete im Harz und Hessen sahen sich zum strengen Durchgreifen gezwungen.

Um des gewaltigen Besucherandrangs Herr zu werden wurde im Hochsauerlandkreis das "Betretungsverbot" für rund 40 Skipisten ausgeweitet. Seit Sonntagvormittag wurden in Winterberg nicht nur die Zufahrtswege, sondern auch Bundesstraßen abgeriegelt. Auf ihre Wintersportkosten kamen somit nur wenige der Tagesurlauber.

Michael Beckmann, der Bürgermeister von Winterberg, war nahe der Fassungslosigkeit:_ "Schon seit heute morgen kommen trotz aller Appelle, trotz der Vervbote, die wir erlassen haben, die Menschen wieder in unsere Stadt gestömt und das macht mich schon ärgerlich und sorgenvoll."_

"Nicht mehr schön"

Ein Schnee-Schlupfloch um jeden Preis finden, um dem Corona-Alltag für ein paar Stunden zu entkommen - das schien die Devise vieler Tagesausflügler gewesen zu sein.

Andrea Rosemann ist Dauercamperin in Winterberg und hatte begrenzt Verständnis: "Klar wollen die Leute raus. Und es ist ja auch an der frischen Luft. Aber wenn es solche Menschenmengen sind dann ist das auch nicht mehr schön."

Thies Kumpfert wohnt in Winterberg: "Das ist...das war einfach zuviel. Da hätten sie vorher abriegeln müssen, so dass man sagen so, mehr kommen hier nicht rein."

Auch im Internet provozierte der Menschenauflauf in Winterberg teils bissige Kommentare:

Die Sonntagsbilanz der Polizei in Winterberg und Umgebung: knapp 200 Verwarngelder, 63 Platzberweise, sechs Verstöße gegen Maskenpflicht und sogar zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung. Wintermärchen in Coronazeiten sehen anders aus.