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Trotz Impfungen: Johnson verhängt dritten Lockdown in England

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Trotz Impfungen: Johnson verhängt dritten Lockdown in England
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In England gelten ab sofort erneut strenge Ausgangsbeschränkungen. Es ist der dritte Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in dem Landesteil. Die vermutlich sehr viel ansteckendere Virusmutation verbreite sich in alarmierender Weise, so der britische Regierungschef Boris Johnson: "Obwohl im größten Teil des Landes bereits extreme Maßnahmen gelten, ist klar, dass wir mehr tun müssen, um diese neue Variante unter Kontrolle zu bringen, während geimpft wird. Deswegen braucht es in England einen Lockdown, der hart genug ist, um die Mutation einzudämmen. Die Regierung fordert sie also erneut dazu auf, zu Hause zu bleiben."

Die Gesundheitsberater der Regierung hatten vor einer Überlastung des Gesundheitssystems innerhalb von drei Wochen gewarnt, sollten keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Die Zahl der Covid-19-Fälle stieg in England in der vergangenen Woche um 30 Prozent. Am Montag gab es fast 60.000 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 487.

Mit dem erneuten Lockdown müssen die Schulen und Universitäten schließen. Zudem dürfen nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs offen bleiben und es gelten wieder Reisebeschränkungen. In vielen Teilen Englands gab es bereits zuvor starke Einschränkungen.

Der erneute Lockdown gilt zunächst bis Mitte Februar.

Lockdown auch in Schottland

Auch in Schottland verhängte die Regierung erneut strenge Ausgangssperren. Die Schulen bleiben geschlossen. In dem Landesteil gab es am Montag fast 2000 Neuinfektionen. Es müsse schnell gehandelt werden, um Fallzahlen wie in London zu verhindern, so die schottische RegierungschefinNicola Sturgeon: "Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass ich mir aktuell so viele Sorgen mache wie seit März nicht mehr."

In Wales gilt seit Ende Dezember bereits ein Lockdown, der vermutlich noch bis mindestens Ende Januar andauern wird. Auch in Nordirland sind die Menschen angewiesen, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen. Außerdem will die Regierung in Belfast die Schulschließungen verlängern.