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Leeds: Schneeballschlacht kostet junge Männer 10.000 Pfund

Schneefall in England: Kein Grund, Corona-Regeln zu brechen, findet die Polizei. Foto aus Bristol.
Schneefall in England: Kein Grund, Corona-Regeln zu brechen, findet die Polizei. Foto aus Bristol.   -   Copyright  Matt Dunham/ Associated Press
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Stellen Sie sich vor: Seit langer Zeit schneit es mal wieder in einer Stadt, jemand ruft zu einer Schneeballschlacht im örtlichen Park auf, mehrere Hundert Menschen versammeln sich, laufen umher und bewerfen sich, kommen sich nah. Ein Riesenspaß? In Corona-Zeiten ein Vergehen, das zwei junge Männer im englischen Leeds jetzt jeweils 10.000 Pfund, umgerechnet über 11.300 Euro, Strafe kostete.

"Es macht uns keine Freude, solche heftigen Strafen an diese beiden jungen Männer zu verhängen", hieß es von der Polizei in West Yorkshire dazu am Donnerstag. "Aber ihre Handlungen haben Hunderte dazu ermutigt, sich nahe beieinander aufzuhalten." Das habe das Risiko, dass sich das Coronavirus weiter verbreite, massiv erhöht.

Am 14. Januar hatten sich nach dem Aufruf der beiden Männer (20 und 23) mehrere Hundert Menschen in einem Park zur Schneeballschlacht versammelt, Fotos und Videos davon verbreiteten sich über Social-Media-Kanäle. Der 23-Jährige habe zuvor bereits eine Strafe wegen des unerlaubten Versammelns mehrerer Haushalte im November erhalten, so die Polizei.

In England gilt zur Eindämmung der Pandemie derzeit ein harter Lockdown. Man darf nur eine Person außerhalb des eigenen Haushalts privat treffen - und das auch nur zum Sportmachen.