Militärgewalt gegen "Migrantenkarawane" - Über ein Dutzend Verletzte

Soldaten drängten die Menschen aus Honduras an einer Autobahn-Sperre zurück
Soldaten drängten die Menschen aus Honduras an einer Autobahn-Sperre zurück Copyright Sandra Sebastian/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit dpa
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Im Süden von Guatemala ist es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Soldaten und zahlreichen Menschen aus dem Nachbarland Honduras gekommen. Sie versuchen, sich über Guatemala und Mexiko in die USA durchzuschlagen.

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Im Süden Guatemalas isrt es erneut zu Zusammenstößen zwischen Tausenden Menschen aus dem Nachbarland Honduras und dem Militär gekommen.

Die Soldaten versperrten eine Autobahn nahe der Stadt Vado Mondo und setzten dabei Schlagstöcke ein, um die Menschen zurückzudrängen.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden dreizehn Menschen verletzt, darunter zwei Soldaten.

Seit Freitag sind mehrere Gruppen von Migranten aus Honduras in Guatemala unterwegs, um sich zur Grenze nach Mexiko durchzuschlagen.

Fernziel USA

Laut Medienberichten in Guatemala und Mexiko handelt es sich insgesamt um 9.000 Menschen aus Honduras, die perspektivisch ein besseres Leben in den USA suchen. Aus ihrem Heimatland seiern sie vor Armut, Korruption und Bandenkriminalität geflohen.

Die sogenannte Migrantenkarawane hatte sich am Donnerstag im Nordwesten von Honduras zusammengeschlossen und anschließend in mehrere Züge aufgesplittet.

Das UNHCR berichtet, einzelne Gruppen hätten bereits die Hauptstadt Guatemala-Stadt erreicht und dort humanitäre Hilfe bekommen.

Um die Migranten am Grenzübertritt nach Mexiko zu hindern, verstärkten mexikanische Behörden die Überwachung der Grenze zu Guatemala im südlichen Bundesstaat Chiapas.

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