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Aktionstag "Freiheit für Nawalny" - Polizei in Ostrussland greift durch

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Aktionstag "Freiheit für Nawalny" - Polizei in Ostrussland greift durch
Copyright  AP Photo/Dmitri Lovetsky
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In zahlreichen russischen Städten machen Anhänger des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny an diesem Samstag mobil.

Obwohl der Kreml vor der Teilnahme an nicht genehmigten Versammlungen und Kundgebungen warnte, kamen in der Stadt Chabarowsk im fernen Osten des Landes bereits mehrere Nawalny-Anhänger zusammen.

Sicherheitskräfte gingen mit einigen Demonstrierenden auf Konfrontationskurs. Offenbar gelang es ihnen nicht, die Demonstration aufzulösen. Laut Augenzeugen gab es mehrere Festnahmen.

Während die Proteste in Chabarowsk nur von Handgemengen überschattet wurden, kam es bei einer Versammlung in Jakutsk am Freitag offenbar zu Festnahmen von Demonstrierenden.

Aus Ankündigungen über soziale Netzwerke, die der Kreml offenbar teilweise sperren ließ, ging hervor, dass landesweit in über 80 Städten ähnliche Demonstrationen geplant sind. Auch im Ausland wollen Unterstützerinnen und Unterstützer von Nawalny auf die Straße gehen. Proteste sind unter anderem in Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart geplant.

Die Demonstrierenden fordern die Freilassung Nawalnys und protestieren gegen die Politik von Präsident Wladimir Putin. Dieser geriet zuletzt wegen eines Palastbaus am Schwarzen Meer in die Kritik. Ein Video von dem Prachtbau hatte die Oppostionsbewegung um Nawalny veröffentlicht. Vorwürfe, das Anwesen sei durch Milliardensummen an Schmiergeldern entstanden, wies der Kreml als "Unsinn" und "Lüge" zurück.

Moskau: Appelle an Eltern, Drohungen gegen Studierende

Am Freitag hatten mehrere russische Behörden die Teilnahme an den Pro-Nawalny-Protesten unter Strafe gestellt oder mit Sanktionen gedroht.

Eltern in Moskau sollten dafür sorgen, dass sich ihre Kinder nicht an Versammlungen beteiligen. Moskauer Studierenden wurde mit Exmatrikulation gedroht. Mehrere Gefolgsleute von Nawalny wurden bereits im Vorfeld der Proteste festgenommen, darunter seine Pressesprecherin Kira Jarmysch.

Nawalny wurde am vergangenen Montag nach seiner Rückkehr aus Deutschland an einem Moskauer Flughafen wegen Verstoßes gegen Meldeauflagen festgenommen und zu 30 Tagen Haft verurteilt. Jetzt drohen ihm weitere Prozesse und längere Haftstrafen.

Auch die EU und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatten mit Nachdruck seine Freilassung gefordert. Russland verbittet sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten.