Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Myanmars Oberbefehlshaber verteidigt Machtübernahme

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
Demonstration in Naypyidaw
Demonstration in Naypyidaw   -   Copyright  STR/AFP or licensors

Angesichts anhaltender Proteste gegen die Machtübernahme der Armee in Myanmar, hat Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing den Schritt verteidigt. Er sagte, man sei zum Handeln gezwungen gewesen, da die Regierung nach den Vorwürfen der Wahlfälschung nichts unternommen und nach Ausflüchten gesucht habe.

Min Aung Hlaing sagt freie Wahl zu

Der General beteuerte, die jetzige Militärherrschaft sei anders als jene der Vergangenheit. Min Aung Hlaing sagte, politisch werde man denselben Weg beschreiten wie die abgesetzte Regierung. Nach der Machtübernahme war ein sogenannter staatlicher Verwaltungsrat gebildet worden, in diesem seien sowohl Personen der Zivilgesellschaft als auch die ethnischen Minderheiten vertreten, betonte er und sagte eine freie Wahl zu, wenn der einjährige Ausnahmezustand beendet sei.

Bei Demonstrationen gegen das Vorgehen der Armee setzte die Polizei teilweise Wasserwerfer ein.

Zu Wochenbeginn versammelten sich Tausende vor dem Rathaus von Rangun, der bevölkerungsreichsten Stadt Myanmars. In der Stadt wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Auch in der thailändischen Hauptstadt Bangkok hielten Auslandsmyanmaren vor der Botschaft ihres Heimatlandes eine Protestkundgebung gegen das Vorgehen der Armee ab.